Sermons on “1. Brief an Timotheus”

7. Sonntag nach Trinitatis 2018

Was ist uns wichtig in diesem Leben? Wonach streben wir? Was erwarten wir vom Leben? Hier sind wir sicher zurückhaltend. Die wenigsten von uns erwarten wohl Ruhm und Ansehen oder schnellen Reichtum.

Nein, wir sind bescheidener: ein bisschen Gesundheit, Freude, Zufriedenheit oder einfach nur etwas mehr Zeit auf dieser Welt, etwas Kraft für die letzten Lebensjahre. Oder wir wollen einen neuen Anfang und dieses Mal alles richtig machen.

Viele dieser Dinge und Ziele, die wir uns wünschen oder erträumen sind an sich weder gut noch böse. Nein, sie gehören zu den guten Gaben, die Gott uns für diese Welt gegeben hat, auch Ruhm, Reichtum und Ansehen, aber auch Glück, Zufriedenheit, Leben und Gesundheit.

Es kommt vielmehr darauf an, warum wir etwas haben wollen. Über unseren Text können wir die Fragen stellen: Was ist dir in deinem Leben wichtig? Zwei Antworten erhalten wir aus Gottes Wort:

1. Strebe nicht nach dem, was vergeht.

2. Strebe nach dem, was bleibt.

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5. Sonntag nach Ostern: Rogate („Bittet, so werdet ihr nehmen“) 2016

Gegen Ende unserer Gottesdienste folgt das so genannte allgemeine Kirchengebet. Geht es und dabei nicht oft genug so, dass wir denken: „Bald ist der Gottesdienst vorbei.“ Und vielleicht schweifen wir dann in Gedanken schon ab, denken an das Mittagessen oder den Ausflug, den wir für den Nachmittag geplant haben. Das geht uns wohl allen immer wieder so. Doch dann verstehen wir nicht, dass wir im Gottesdienst nicht nur passiv sind. Wir sind nicht nur hier, um zuzuhören. Gemeinde sein ist mehr als Publikum. Gemeinde ist aktiv. Gemeinde hat etwas zu tun. Wir können etwas beisteuern. Jeder von uns ist Teil des Ganzen, der christlichen Gemeinde. Hier empfangen wir nicht nur, sondern wir geben auch.

Das Vaterunser, das große Gebet unseres Herrn, das er uns gegeben hat, macht es uns deutlich. Hier heißt es: „Vater unser im Himmel.“, nicht „Mein Vater im Himmel.“ Es ist in der Mehrzahl geschrieben. Es ist zunächst einmal das Gebet der christlichen Kirche und Gemeinde. Wir beten auch für uns, zugleich aber für alle anderen Menschen. Darüber wollen wir heute, anhand unseres Predigttextes, gemeinsam nachdenken. Wir Christen beten für alle Menschen.

1. Weil Gott alle Menschen retten will.
2. Weil unser Dienst allen Menschen gilt.

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