Sermons on “Psalm”

2. Sonntag nach Ostern: Miserikordias Domini – „Die Güte des Herrn“ – 2020: Der auferstandene Heiland gibt dir seine Gaben.

Vielleicht kennen sie die Werbung um ein bestimmtes Ei, wo Kinder ihre Mutter um ein Mitbringsel vom Einkauf bitten: »Etwas Spannendes, etwas zum Spielen UND Schokolade.« Und dann folgt die Antwort: »Drei Dinge auf einmal, das geht nun wirklich nicht.« Doch beim Einkaufen entdeckt die Mutter dann besagtes Ei, denkt an ihre Kinder daheim, und kann ihnen ihre drei Wünsche doch noch erfüllen.

Der 23. Psalm ist auch so eine Art Osterei. Und er enthält nicht nur drei, sondern sogar vier Gaben, die wir zu Ostern bekommen. Der Psalm nutzt dabei Bilder aus dem alltäglichen Leben im Alten Testament, um uns zu zeigen, was wir als Christen bekommen. Das wollen wir heute gemeinsam betrachten: Der auferstandene Heiland gibt dir seine Gaben.

1. Er ist dein Hirte.

2. Er ist dein Weggefährte.

3. Er ist dein Gastgeber.

4. Er ist dein Zuhause.

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Pfingstsonntag 2018: Die Ausgießung des Heiligen Geistes

„Du bist ein Engel!“ sagt die ältere Dame gerührt zu dem kleinen Kind, das ihr dabei geholfen hat, den Einkauf wieder in die umgefallene Tasche einzuräumen. „Du bist ein Engel, aber mit einem ‚B‘ davor.“ sagt die genervte Mutter zu ihrem Sohn, wenn er mal wieder frech gewesen ist. Engel sehen wir manchmal als kleine, niedliche Figuren auf Gräbern. In Fernsehserien haben sie ihren Auftritt als Lebenshelfer in menschlicher Gestalt. In barocken Kirchen, wie hier in Niebendorf, schauen sie uns aus kindlichen Augen an: klein, pummelig und harmlos. Die Krone des Ganzen ist die, wie es früher einmal hieß, die „geflügelte Jahresendfigur“, aus dem Kunsthandwerk, die zur Verschönerung der weihnachtlich geschmückten Wohnung dienen soll. Und natürlich gibt es auch viele Menschen, die Engel für Figuren halten, so echt wie Hans im Glück oder Hänsel und Gretel.

Unser heutiger Predigttext – Fridas Taufspruch – redet vom Dienst der Engel Gottes an Gottes Kindern. Wir wollen wir uns heute gemeinsam ansehen, was Engel eigentlich mit der Taufe zu tun haben.

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21. Sonntag nach Trinitatis 2017

Nüsse gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Geschmacksrichtungen: Haselnüsse oder Erd-nüsse sind wohl am bekanntesten, verbreitetsten und beliebtesten. Aber daneben gibt es noch viel mehr: Kokosnüsse, Paranüsse, Macadamianüsse, oder Cashewnüsse. Ganz gleich ob ihr nun gerne Nüsse knabbert oder doch eher nicht, von einer Nuss habt ihr, hoffentlich alle schon einmal gehört, einer Nuss aus der Bibel. Es gibt einen Bibelvers, der das Evangelium in der Nussschale genannt wird:

Joh 3,16: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Hier ist alles drin: Gottes Liebe zu einer Welt, die seine Liebe braucht, aber nicht verdient hat; eine Liebe, die so groß ist, dass sie ihren einzigen Sohn opfert; ein Mittel, um eine tote Welt lebendig zu machen: den Glauben. Und wir finden hier Gottes Ziel, Gottes Absicht, die er damit verfolgt: Er will damit diese Welt, die ohne ihn verloren wäre, nicht verloren gehen lassen. Allen, die ihm glau-ben, die seinen Zusagen in Christus vertrauen, will er das ewige Leben schenken.

Warum heißt dieser Vers das „Evangelium in der Nussschale“? Weil dieser eine Vers alles enthält, was nötig ist mich zu retten. Hier ist alles drin, was ich brauche, um meine Schuld zu erkennen, über Gottes Liebe zu staunen und auf seine Zusage für mich zu vertrauen. Hier bietet mir Gott ewiges Le-ben an und schenkt es mir auch.

Doch das war Gott nicht genug! Gott ist kein Finne! Es gibt ja gewisse Klischees über verschiedene Menschen und Völker, die oft genug nicht oder nur bis zu einem gewissen Ausmaß zutreffen. Wir Deutschen gelten als ordnungsliebend, korrekt und arbeitswütig. Bei den Finnen heißt es, dass der Mann seiner Frau an dem Tag, an dem er sie heiratet, sagt, dass er sie liebt. Und wenn er ein ech-ter Schwärmer oder Gefühlsdusel ist, noch einmal an dem Tag, an dem er stirbt. Doch Gott ist nicht so, wie dieses Klischee. Weil Gott uns so sehr liebt, weil er dich so sehr liebt, sucht er nach immer neuen Formen, Arten und Möglichkeiten seiner Liebe zu dir Ausdruck zu verleihen und dir diese Liebe zu schenken.

Schenke ich einem lieben Menschen zum Geburtstag eine schöne Schachtel Pralinen, wird er sich darüber freuen, wenn er Pralinen mag. Doch wenn ich das jedes Jahr neu wieder tue, nutzt sich dieser Liebeserweis ab. Erfindungsreichtum ist gefragt. Und Gott, der diese Welt mit ihren zahllosen Lebewesen und all ihren Wundern geschaffen hat, ist erfindungsreich. Das sehen wir auch in der Bibel: Ein Liebesbrief von mehr als 1.300 Seiten Umfang. Christus, der seine Kirche, als seine Braut bezeichnet, hat viele Möglichkeiten gefunden, uns seine Liebe und Gnade zu zeigen und uns damit zu überschütten.

Eine ganz besondere Art und Weise, wie Gott uns seine Liebe zeigt, ist die heilige Taufe. Hier schenkt uns Gott seine Liebe aufs Neue, auf uner-wartete Art und Weise, in einer ganz und gar anderen Form. Das sehen wir auch an unserem heutigen Predigttext, dem letzten Vers aus dem 16. Psalm des Königs David: „Du tust mir kund den Weg zum Leben.“ Milos Taufspruch. Lasst uns heute gemeinsam bedenken: Gottes Liebe beschenkt dich reich!

1. Er zeigt dir den Weg.

2. Er schenkt dir das Leben.

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Drittletzter Sonntag im Kirchenjahr 2016

Mit dem heutigen Sonntag beginnen die letzten Wochen im alten Kirchenjahr. Die Lesungen dieser Tage richten den Blick auf die letzten Dinge: Tod, Sterben, Auferstehung, Ewigkeit und ewiges Leben. Die Epistel tröstet mit der Auferstehung, das Evangelium ruft uns zur Wachsamkeit auf, indem es uns auf die Zeichen hinweist, die Zeichen der letzten Zeit, in der wir leben.

Unser heutiger Predigttext will uns Kraft geben für ein Leben in dieser Zeit. Er lenkt unseren Blick auf Gott und das, was er für uns getan hat. Er zeigt uns die großartige Gabe Gottes, die er jedem einzelnen von uns gegeben hat und immer wieder neu geben will. Lasst uns gemeinsam sehen: Gott schenkt uns seinen Frieden.

1. Seht diese herrliche Gabe – die euch schon jetzt gehört!

2. Weil dem so ist – verliert sie nicht wieder!

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