Sermons on “Auferstehung”

9. Sonntag nach Trinitatis 2020 – Alles dreht sich um das Kreuz Jesu.

Manchmal fällt es uns schwer Dinge einzuordnen. Wir hören von einem Vorfall, einem Unfall, einem Verbrechen, der Verhaltensweise eines Menschen – und dann sind wir schnell mit einem Urteil zur Hand. Doch erst hinterher wird deutlich, dass alles ganz anders war. Es kommen neue Einzelheiten ans Licht, die uns helfen Vorgänge richtig einzuordnen und zu beurteilen.

Mit vielen biblischen Berichten geht es uns ganz ähnlich, gerade im Alten Testament. Mit unseren modernen Augen und Ohren betrachtet, erscheint uns vieles als grausam, blutig, finster – unverständlich. Und dann stellen wir schnell die Frage nach der Liebe Gottes. Viele Christen haben heute große Probleme mit dem Alten Testament. Sie sehen schon beinahe zwei Götter, den zornigen des Alten und den lieben Gott des Neuen Testaments. In unserem heutigen Text wollen wir sehen, worin der Schlüssel liegt, um Gottes Wort richtig zu verstehen: Alles dreht sich um das Kreuz Jesu.

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1. Sonntag nach Ostern: Quasimodogeniti „Wie die neugeborenen Kinder“ – 2020: Unsere lebendige Hoffnung

„Ich hoffe, dass du recht hast.“ So sagen wir, wenn wir jemandem eigentlich nicht glauben, selbst aber auch keine bessere Lösung haben. „Ich hoffe, es regnet morgen.“ Doch wir sind uns sicher, dass es wieder ein schöner, sonniger Frühlingstag wird. „Ich hoffe, dass die Krise jetzt zu Ende geht und alles wieder normal läuft.“ Doch innerlich stellen wir uns darauf ein, noch lange Zeit mit Einschränkungen und Behinderungen leben zu müssen.

Was haben all diese Aussagen gemeinsam? „Hoffnung“ ist hier ein ziemlich schwaches oder leeres Wort. Man könnte fast sagen, wenn wir heutzutage von „Hoffnung“ reden, dass es sich eher um etwas handelt, was wir uns wünschen, von dem wir aber nicht wirklich ausgehen, dass es Wirklichkeit wird. Weder rechnen wir damit, dass mein Gesprächspartner vom Anfang recht hat, noch das es regnet, geschweige denn damit, dass wir bald zu dem Leben zurückkehren können, das wir Ende Februar noch geführt haben. Uns schwant, dass unsere Wünsche wohl nicht Wirklichkeit werden.

Auch unser heutiger Predigttext redet von Hoffnung, der Hoffnung, die wir als Christen, als Kinder Gottes haben. Ist das auch ein schwaches oder leeres Wort? Oder ist an dieser Hoffnung etwas dran? Ostern zeigt uns ja, wie Gott unsere ganze Welt auf den Kopf gestellt hat. Jesus, der am Karfreitag gekreuzigt wurde, ist auferstanden. Er hat ein völlig neues, niemals endendes Leben bekommen. Der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Die Jünger waren durch die Ereignisse vom Karfreitag völlig entmutigt. Doch nun ist ihr Glaube neu entfacht worden. Warum? Petrus beschreibt es in unserem Text als die „lebendige Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“. Darüber wollen wir heute gemeinsam nachdenken, über unsere lebendige Hoffnung.

1. Sie ist vollkommen gewiss.

2. Sie stärkt uns unser ganzes Leben lang.

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Ostermontag – „Die Auferstehung des Herrn“ – 2020: Unsere Ostererwartungen

Was erwartet ihr von Ostern? Kinder sind mit der Antwort schnell bei der Hand: Süßes! Ostereier! Geschenke suchen! Was erwarten wir von Ostern? Um ein Bild aus unserem Predigttext auszuborgen: Was erwartet ihr, wenn ihr auf den Friedhof gehst? – Du gehst nicht gern auf den Friedhof? Verständlich! Jeder Besuch auf dem Friedhof ruft uns ins Gedächtnis, dass hier auch das Ziel unseres Lebens liegt.

Doch weil wir an unseren Ostererwartungen arbeiten wollen, lasst uns gemeinsam auf den Friedhof gehen, lasst uns gemeinsam unsere Osterwartungen bedenken.

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Ostersonntag – „Der Tag der Auferstehung des Herrn“ – 2020: Wir feiern das Fest des Lebens

„Was für ein Fest!“ mögen wir unwillkürlich gedacht haben, als wir die ersten Worte unseres Predigttextes gehört haben. Das sind alles Dinge, die wir heute eher für ungesund halten. Nur in seltenen Ausnahmen würden wir sie auch in größeren Mengen zu uns nehmen. Damals war es das Beste vom Besten. Die fetten Teile der Tiere waren Gott vorbehalten. Sie sollten ihm geopfert werden. Dazu lädt Gott uns nun ein: zum Besten vom Besten. Er hält nichts zurück.

„Was für ein Fest!“ denkt vielleicht auch mancher unserer Zeitgenossen, wenn wir versuchen ihm zu erklären, warum wir dieser Tage eigentlich Ostern feiern. Ostern ist nicht das christliche Frühlingsfest, bei dem lustige Hasen bunte Eier bringen. Nein, so wie das Ei für ein neues Leben steht, so feiern wir zu Ostern das Fest des Lebens. Christus lebt! Der Herr ist auferstanden, er ist wirklich und wahrhaftig auferstanden!

Wir feiern das Siegesfest über den Tod. Wir feiern das vollendete Erlösungswerk, auf dessen Vollendung für uns persönlich wir noch warten, darauf, dass unser auferstandener Herr wiederkommt, um auch uns die Auferstehung zu geben. Dieses Fest wurde schon im Alten Testament vorausgesagt. Unser Text ruft uns zur Freude auf, trotz aller schlechten, fruchtbaren und Angst machenden Dinge, unter denen wir in dieser Welt leiden müssen. Heute gilt: Wir feiern das Fest des Lebens.

1. Der Tod kann das Leben nicht mehr beenden.

2. Gott verwandelt das Leben für immer.

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Drittletzter Sonntag im Kirchenjahr 2019: Christus schenkt uns die leibliche Auferstehung von den Toten.

Kinder bekommen es von ihren Eltern zu hören, vielleicht können wir uns an ähnliche Situationen erinnern. Die Tochter oder der Sohn ist mit der Herde mitgelaufen. Alle haben zusammen einen Streich ausgeheckt, der einem Mitschüler gespielt wurde. Und am Ende wurden sie alle verwarnt, sie haben einen Tadel bekommen, dem Verweis von der Schule sind sie nur knapp entgangen. Am nächsten Tag, als das Kind Zuhause versucht, seinen Eltern zu erklären, was passiert ist, beendet seine Mutter das Gespräch mit folgenden Worten: „Wenn alle anderen in einen Abgrund springen, würdest du das auch tun?“

So zu argumentieren ist bis heute weit verbreitet, gerade wenn es um den christlichen Glauben geht. Wenn Menschen an nichts glauben, ist es leicht den Glauben, der auf der Bibel ruht, ins Lächerliche zu ziehen. „Warum betest du nicht einfach?“, fragt ihn seine Schwester, wenn er ihr erzählt, dass er Probleme in seiner Ehe hat. „Und wenn du schon dabei bist“, sagt sie mit einem bitteren Unterton, „bete doch für die hungernden Kinder in Indien und die Tiere, die sterben, weil wir Plastik in die Ozeane kippen. Und ich bete darum, eine Million Euro zu gewissen. Ja, bete doch auch darum. Schließlich hat das mit dem Beten so wunderbar funktioniert, als Mama an Krebs gestorben ist. Geh doch einfach und bete um all diese Dinge.“ Nimm ein Thema, an das du nicht glaubst – Gebet, Schöpfung, Wunder, böse Geister, Hölle usw. – und zeige dann, wie lächerlich es ist, um das Gleiche zu erreichen, wie die Sadduzäer damals bei Jesus: wenn etwas so offensichtlich lächerlich und absurd ist, dann kann es ja nicht wahr sein.

So gehen die Sadduzäer hier bei Jesus vor. Sie leugnen die Auferstehung der Toten am Jüngsten Tag. Oder moderner gesagt: „Mit dem Tod ist alles aus!“ So würden heute die meisten Menschen, auch viele Christen, sagen und diesen Satz unterschreiben und zu ihrem Bekenntnis machen. In den Auseinandersetzungen der jüdischen Führer in den Tagen vor Jesu Tod und seiner Auferstehung kommen nun die Sadduzäer, eine Gruppierung, zu der vor allem Priester gehörten und versuchen ihrerseits Jesus in eine Falle zu locken, nachdem die Pharisäer und Schriftgelehrten damit gescheitert sind.

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11. Sonntag nach Trinitatis 2019

Wir alle kennen Sprichworte wie „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“ Oder: „Manchmal sagt Schweigen mehr als tausend Worte.“ Bei einem geht es darum, dass oft besser ist, erst einmal den Mund zu halten, zuzuhören und seine Unwissenheit sofort hinauszuposaunen. Es geht darum nachzudenken, ehe man eine Antwort gibt. Das andere Sprichwort beschäftigt sich damit, dass auch Schweigen lauter und deutlicher reden kann als viele Worte. Schweigen kann ein Schuldeingeständnis sein, aber auch eine Liebeserklärung oder Zustimmung, je nachdem was mein Gegenüber zu mir sagt. Nur, weil mir die Worte fehlen, heißt das noch lange nicht, dass ich etwas zu sagen haben.

Ein solches Schweigen finden wir auch in unserem heutigen Predigttext. Beim ersten Lesen scheint es sich hier um eine Aneinanderreihung verschiedener Schlaglichter aus dem Dienst unseres Herrn Jesus zu handeln. Da finden wir eine Heilung (V. 1-6), ein Gleichnis (V. 7-11) und dann geht es darum, wie man sich gegenüber armen und verachteten Menschen verhalten soll (V. 12-14). Doch wenn wir uns diesen Text etwas genauer betrachten, können wir erkennen, dass all das bei einem einzigen Anlass geschah. Jesus war am Sabbath in das Haus eines Pharisäers zum Essen eingeladen worden. Der Text beginnt mit einem Hinweis auf ein Mahl am Sabbath im Haus eines Obersten der Pharisäer und erst im V. 25 verlassen wir diesen Anlass wieder.

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2. Sonntag nach Ostern: Miserikordias Domini – „Die Güte des Herrn“ 2019

Unser auferstandener Herr erscheint einigen seiner Jün-ger am See Genezareth, in Galiläa, wie er es vorhergesagt hatte. Sie warteten dort auf ihn. Während der Wartezeit waren sie fischen gegangen, da die meisten von ihnen ja von Beruf Fischer waren. Nach einer erfolglos durchgearbeiteten Nacht verhilft ihnen Jesus zu einem großen Fang und zu einer warmen Morgenmahlzeit, die sie gemeinsam halten.

Danach wird es ernst. Jesus führt ein Gespräch mit Petrus, dem Jünger, der ihn verleugnet hatte. Das wollen wir heute gemeinsam betrachten. Wie geht es nach der Auferstehung Jesu weiter? Was kommt nach Ostern? Anhand der Unterhaltung zwischen Jesus und Petrus können wir sehen: Der auferstandene Heiland sorgt für die Seinen.

1. Für jedes einzelne Schaf.

2. Für die ganze Herde.

Hat Jesus nichts Besseres zu tun? könnte man fragen.

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1. Sonntag nach Ostern: Quasimodogeniti – „Wie die neugeborenen Kinder“ 2019

Vielleicht habt ihr irgendwann in eurem Leben, vielleicht als ihr noch Kinder wart, einmal ein Kartenhaus gebaut. Die unterste Lage aus Karten bildet das Fundament. Und die ganze Sache macht Spaß. Ein Kartenhaus zu bauen ist eine echte Herausforderung. Denn natürlich willst du sehen, wie hoch du dieses Haus letztlich bauen kannst. Natürlich jede neue Lage, wie sie aufgebaut ist, wie stabil sie ist, ein wichtiger Teil des ganzen Gebäudes. Aber wenn das Fundament wackelt, wenn es sich bewegt oder wenn es sogar einstürzt, dann stürzt alles zusammen wie – nun eben wie ein Kartenhaus.

Wenn dein Kartenhaus einstürzt, dann bist du vielleicht enttäuscht. Vielleicht willst du auch einfach nur noch aufgeben und packst deine Karten wieder zusammen. Doch nachdem die erste Enttäuschung abgeklungen ist, ist es letztlich keine große Sache – so lange du nur mit Karten arbeitest.

Doch was, wenn es um mehr geht, wenn du mit mehr arbeitest?

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