Sermons on “Freude”

3. Sonntag nach Ostern: Jubilate – „Jauchzt dem Herrn“: Die Freude, die uns keiner nehmen kann.

„Jubilate!“ – Jubelt! Freut euch! So könnte man den Namen des heutigen Sonntags übersetzen:

Ps 100,1f: „Jauchzet dem HERRN, alle Welt! Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!“

So beginnt der 100. Psalm, die alttestamentliche Lesung für den heutigen Sonntag. Wir können, wir dürfen, ja, wir sollen jubeln, jauchzen und uns freuen. Dazu sind wir als Christen aufgerufen. Doch ist das wirklich so? Sind wir immer fröhlich? Jauchzen wir ständig oder wenigstens häufig. Wohl kaum. Auch Christen haben Grund, traurig zu sein: sie sind einsam, krank, ja, sie sterben.

Doch es ist besser, wir fragen: Haben wir Christen Grund zur Freude? Haben wir Grund immer und überall fröhlich zu sein? Ja, den haben wir. Jesus sagt es uns in unserem Predigttext. Eine Freude, die uns niemand nehmen kann! Was für ein Gedanke. Wir müssen alles über diese Freude wissen. Lasst uns heute gemeinsam betrachten:

Die Freude, die uns keiner nehmen kann.

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2. Sonntag nach Ostern – Miserikordias Domini: „Die Güte des Herrn“ – 2021: Zwei Ostertatsachen.

Der folgende Vorschlag ist nicht ernst gemeint, aber er funktioniert. Man könnte unseren Predigttext aus dem 24. Kapitel des Lukasevangeliums streichen und es würde sich ganz normal lesen lassen. Hören wir einmal hin. Die Emmausjünger sind zurückgekommen und Lukas schreibt.

Und sie kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren; die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, als er das Brot brach. Als sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! … Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war…“

Und dann fährt Lukas fort, ihnen Jesu Worte zu berichten. Ein Ausleger bezeichnete die Verse 37-43 als „Schwelle“ dessen, was darauf folgt, beinahe so, als ob man sie überschreitet, mit einem Schritt, um möglichst schnell zu dem zu kommen, was wirklich wichtig ist.

Was berichten uns diese Verse? Zuerst berichten sie uns, dass die Jünger nicht wirklich erwarteten, dass Jesus am Leben ist. Jesus sagte: „Friede sei mit euch!“ und ihre Antwort: Sie erschraken, fürchteten sich und glaubten, ein Gespenst zu sehen! „Sie erschraken…“, hier steht dasselbe Verb wie 2. Mose 19, als der Berg Sinai zitterte und bebte und die Kinder Israels sich davor fürchten ihn zu berühren, damit sie nicht sterben. Sie erschraken, dasselbe Verb, wie weiter vorn im Lukasevangelium, wo Jesus sagt, sie sollen nicht erschrecken, wenn sie von Kriegen und Aufruhr hören (21,9). Sie verstanden es nicht! Sie erwarteten es nicht! Das ist offensichtlich.

Aber was ist die Botschaft der Verse 37-43? Diese Verse sollen zwei eng miteinander verbundene Tatsachen deutlich machen. Es ist interessant, dass wir diese Verse nicht brauchen, um diese zwei Tatsachen zu erkennen, aber Lukas berichtet sie uns trotzdem! Sieben Verse, um es festzustellen, sieben Verse, die wir nicht unbedingt benötigen. Aber Lukas will, dass wir wissen, was er gleich am Anfang seines Evangeliums dem Theophilus über seine Gründe für die Abfassung dieses Evangeliums schreibt: „Bericht zu geben von den Geschichten, die unter uns geschehen sind, … damit du den sicheren Grund der Lehre erfährst“ (Lk 1,1+4).

Hier sind die zwei Tatsachen, eng miteinander verbunden:

Jesus ist nicht mehr tot! Tatsache 1.

Und Tatsache 2: Er hat einen echten Körper!

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Sonntag nach dem Christfest 2019: Die Geburt des verheißenen Sohnes ist Grund zum Lachen: Isaak und Jesus.

Was ist das Schwierigste an Weihnachten? Kommt darauf an, wen man fragt. Viele Erwachsene werden mit sicherlich zustimmen, dass der Stress, die Frage, wann all die Vorbereitungen: Essen, Geschenke, Planung usw. erledigt werden sollen, ohne dass am Ende das Familienleben auf der Strecke bleibt.

Doch für Kinder ist diese Frage leichter zu beantworten. Was ist das Schwierigste an Weihnachten, bzw. an der Zeit vor Weihnachten? Das Warten. Es sind 24 ganze Tag, die es irgendwie zu überleben gilt, bis es endlich Weihnachten ist, bis die Geschenke endlich ausgepackt werden dürfen.

Das haben auch die beiden Biblischen Geschichten, die beiden Geburten gemeinsam, die wir heute gemeinsam betrachten sollen. Auch wenn unser Predigttext über die Geburt Isaaks auf den ersten Blick nur wenig bis gar nichts mit Weihnachten zu tun hat, so finden wir doch bei genauerem Hinsehen viele Gemeinsamkeiten. Lasst uns miteinander betrachten: Die Geburt des verheißenen Sohnes ist Grund zum Lachen: Isaak und Jesus.

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4. Advent 2019: Gott bringt uns zum Lachen.

„Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent.“, so heißt es in einem Lied, das in dieser Zeit sicher öfter zu hören ist. Wir kennen alle möglichen Arten von Freude: Vorfreude, Schadenfreude, Siegesfreu¬de, Gaumenfreude, Arbeitsfreude usw. Die Freude, um die es am heutigen Sonntag geht, ist die Vorfreude. Wie sich die Kinder – und auch wir Erwachsenen – auf Weihnachten freuen, auf das Geschenk, das Gott uns gibt – seinen Sohn, und unsere Geschenke, die dieses Geschenk feiern, so freuen wir uns auch darüber, dass Jesus Mensch geworden ist. Und die Vorfreude richtet sich auf den Tag, an dem unser Heiland wiederkommen wird. Eine Zeile aus der Epistel für den heutigen Sonntag macht das deutlich:

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich, freuet euch. … Der Herr ist nahe!

Wir freuen uns über unseren Herrn und das, was er für uns getan hat. Diese Freude finden wir auch in unserem heutigen Predigttext, eine Freude, die in Gelächter ausartet, eine Freude, die einen Namen trägt: Isaak, „Lachen“. Gott bringt uns zum Lachen.

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13. Sonntag nach Trinitatis 2019

Im 15. Kapitel des Lukasevangeliums erzählt Jesus gegenüber den Pharisäern und Schriftgelehrten drei Gleichnisse über jemand oder etwas, das verloren geht. Zwei davon haben wir gerade gehört. Es sind die Gleichnisse vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Groschen und dann das Gleichnis, das wir als Gleichnis vom verlorenen Sohn kennen. Alle drei dieser Gleichnisse haben ein gemeinsames Thema, etwas, das sie uns beibringen und lehren wollen: Es geht um das Thema Buße.

Im ersten Gleichnis ist es eines von neunundneunzig Schafen, das „Buße tat“ und im zweiten Gleichnis ist der eine Silbergroschen der bußfertige, wie Jesus uns sagt:

V. 10: „So, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.“

Zuerst wollen wir gemeinsam betrachten, was das eigentlich heißt „Buße tun“, denn es ist ein wenig geläufiger Ausdruck. Am häufigsten wird er noch in der Kirche verwendet. Aber wissen wir eigentlich, was wir meinen, wenn wir davon reden, dass wir „Buße tun“ oder „Buße tun sollen“? In unserem Alltag kennen wir das Wort am ehesten vom „Bußgeld“, also eine Strafe, die bezahlen müssen, wenn wir falsch geparkt haben oder zu schnell gefahren sind. Große Firmen zahlen Bußgelder, wenn sie sich im Wettbewerb oder im Umgang mit ihren Kunden nicht an die Regeln gehalten haben und dabei erwischt wurden.

Ist das die Buße, von der Jesus redet? Ist das die Buße, um die es in der Heiligen Schrift geht, zu der wir aufgerufen sind?

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Pfingstmontag: Die Ausgießung des Heiligen Geistes 2019

Es ist jedes Jahr dasselbe und doch jedes Mal wieder erstaunlich: im Frühjahr zu beobachten, wie die Schöpfung erwacht. Innerhalb weniger Wochen werden kahle Bäume grün, füllen sich bisher leere Felder mit Pflanzen und Blumen. Regen und Sonne verwandeln die Welt um uns herum. Und wir freuen uns, dass alles grünt und blüht. Doch wenn aus Blüten keine Früchte werden, hilft uns die ganze Pracht nichts. Die schönste Raps-, Kartoffel- oder Kirschblüte, bringt uns außer Freude über ihren Anblick nichts, wenn daraus nicht doch schließlich Früchte werden. Nicht die Blüte macht uns satt, sondern die Früchte, die wir am Ende des Sommers zu ernten hoffen.

Weil es in unserem Glaubensleben ganz ähnlich ist, verwendet Jesus dieses Bild immer wieder. Das 15. Kapitel bei Johannes redet vom Weinstock und seinen Reben. Wir sind die Reben am Weinstock, die letztlich Früchte bringen, die Trauben. Jesus ist der Weinstock, an dem wir wachsen. Am zweiten Tag des Pfingstfestes wollen wir darüber einmal nachdenken. Zu Pfingsten denken wir daran, dass wir den Heiligen Geist mit seinen Gaben geschenkt bekommen.

Er gibt uns den Glauben mit allem, was dazugehört. Das könnte man mit einer Blüte vergleichen. Aber auch hier gilt, die schönste Blüte taugt letztlich gar nichts, wenn sich daraus nicht Früchte entwickeln. Wenn wir den Geist haben, ihn aber im Laufe unseres Lebens wieder verlieren, was nützt es uns dann? Wir brauchen die Hilfe des Heiligen Geistes, um im Glauben zu bleiben, zu wachsen und Früchte zu bringen. Jesus zeigt uns in unserem Text, wie es aussieht, wenn wir Früchte bringen. Er ruft uns zu: Haltet fest an mir, durch die Hilfe des Heiligen Geistes!

1. Bleibt in meiner Liebe!

2. Schmeckt meine Freude!

3. Seid meine Freunde!

4. Tragt meine Früchte!

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4. Sonntag nach Ostern: Kantate – „Singt dem Herrn!“ – 2019

Jemand hat einmal von Christen gesagt: „Christ werden heißt nicht, dass du eine Persönlichkeitstransplantation bekommst.“ Oder mit anderen Worten gesagt: „Mein Problem ist, dass ich mich selbst überall mit hinnehme, wo ich hingehe.“ Manchmal reden wir als Christen so, als wäre eine bestimmte Art von Persönlichkeit besser als andere. Wenn unser Glaube wirklich stark ist, dann wäre wir alle diese Art von Persönlichkeit.

Als Christ bis du bist selbstbewusst und leidenschaftlich und voller Freude. Am Sonntag Kantate – „Singt!“ – könnte man auch sagen, du hast immer ein Lied auf den Lippen, ein Loblied für Gott. Doch ist das wirklich so? Sollte alle Christen dieselbe Art von Persönlichkeit haben, sollten wir immer fröhlich, zuversichtlich, glücklich sein?

Geht es euch an dieser Stelle wie mir, dass man sich unwillkürlich fragt: „Wirklich? Ist das wirklich so, auch in meinem Leben? Gibt es nicht viele Tage, an denen ich nicht besonders fröhlich war? Und ich vermute, dass das auch auf die Apostel zutraf, die Jesus zuerst in jener Nacht reden hörten.

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2. Sonntag nach Epiphanias 2019

Für viele Menschen gehört dieser Bibeltext zu denen, an die sie sich gerne erinnern. Er gehört zu ihren Lieblingstexten. Ein Grund liegt sicher darin, dass Gottes Verhalten hier unseren Erwartungen entspricht. In dieser Geschichte liefert Gott. Die Gastgeber dieser Hochzeit waren in großer Not. Sie standen kurz davor zum Gespött des ganzen Ortes zu werden. Bei ihrer Hochzeit war der Wein ausgegangen, ehe das Fest zu Ende war. Diese Schande würde das Brautpaar nie wieder loswerden. Sie befinden sich in einer ausweglosen Lage. Sie brauchen unbedingt Hilfe. Und dann ist da Jesus, einer der Gäste auf diesem Fest, zusammen mit seiner Mutter und seinen Jüngern.

Nachdem seine Mutter ihn angestupst hat und mit etwas Hilfe vonseiten einiger gehorsamer Diener, rettet er das Fest und löst das Problem, ehe die meisten mitbekommen haben, dass es existiert. Und, seien wir ehrlich, ist es nicht genau das, was wir von Gott erwarten – und vor allem – ist das nicht genau die Art und Weise, wie wir Hilfe von Gott erwarten? Er soll sich einmischen und helfen. Doch wenn wir den Text aufmerksamer betrachten, fallen uns einige Dinge auf, die uns zeigen, Gottes Wort berichtet uns hier mehr als eine oberflächliche Betrachtung an den Tag bringt. Denn am Ende des Verses sagt der Evangelist:

„Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.“

Dieser Vers macht deutlich, dass es nicht damit getan ist zu sagen: Jesus hat sich durch dieses Wunder als Gottes Sohn erwiesen. Er ist der Herr über die Schöpfung, der auch Wasser in Wein verwandeln kann. Gott kommt, um uns zu helfen. Johannes spricht in seinem Evangelium immer von Zeichen, anstelle von Wundern. Ein Zeichen, zeigt auf etwas. Es zeigt auf Jesus, darauf, dass er Gottes Sohn ist, Jahwe, der als Mensch in unsere Welt gekommen ist, um diese Welt zu retten und uns Menschen selig zu machen. Schauen wir uns diesen Text noch einmal an und sehen wir, wie Jesus uns in Kana seine Herrlichkeit offenbart.

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Erntedankfest 2018

Wir feiern heute das Erntedankfest. Wir danken Gott für alles, was er uns an irdischen und geistlichen Gaben geschenkt hat. Doch die spannende Frage ist ja: Wie dan-ke ich jemandem, der schon alles hat? Gott, als Herr und Schöpfer dieser Welt, gehört ja schon alles. Er braucht nichts. Doch der Apostel Paulus macht uns in unserem Text darauf aufmerksam, dass es etwas gibt, womit wir Gott danken können: Wir dürfen fröhliche Geber sein.

Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Und als Christen können wir fröhliche Geber sein – weil uns so viel geschenkt worden ist. Doch wir haben es immer wieder nötig, uns zu neuer Gebefreudigkeit ermuntern zu lassen. Deshalb erinnert uns der Apostel Paulus daran: Christen können fröhlich geben, denn sie sind

1. vertrauensvolle Geber

2. freiwillige Geber

3. beschenkte Geber

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