Sermons on “Freude”

Sonntag nach dem Christfest 2019: Die Geburt des verheißenen Sohnes ist Grund zum Lachen: Isaak und Jesus.

Was ist das Schwierigste an Weihnachten? Kommt darauf an, wen man fragt. Viele Erwachsene werden mit sicherlich zustimmen, dass der Stress, die Frage, wann all die Vorbereitungen: Essen, Geschenke, Planung usw. erledigt werden sollen, ohne dass am Ende das Familienleben auf der Strecke bleibt.

Doch für Kinder ist diese Frage leichter zu beantworten. Was ist das Schwierigste an Weihnachten, bzw. an der Zeit vor Weihnachten? Das Warten. Es sind 24 ganze Tag, die es irgendwie zu überleben gilt, bis es endlich Weihnachten ist, bis die Geschenke endlich ausgepackt werden dürfen.

Das haben auch die beiden Biblischen Geschichten, die beiden Geburten gemeinsam, die wir heute gemeinsam betrachten sollen. Auch wenn unser Predigttext über die Geburt Isaaks auf den ersten Blick nur wenig bis gar nichts mit Weihnachten zu tun hat, so finden wir doch bei genauerem Hinsehen viele Gemeinsamkeiten. Lasst uns miteinander betrachten: Die Geburt des verheißenen Sohnes ist Grund zum Lachen: Isaak und Jesus.

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4. Advent 2019: Gott bringt uns zum Lachen.

„Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent.“, so heißt es in einem Lied, das in dieser Zeit sicher öfter zu hören ist. Wir kennen alle möglichen Arten von Freude: Vorfreude, Schadenfreude, Siegesfreu¬de, Gaumenfreude, Arbeitsfreude usw. Die Freude, um die es am heutigen Sonntag geht, ist die Vorfreude. Wie sich die Kinder – und auch wir Erwachsenen – auf Weihnachten freuen, auf das Geschenk, das Gott uns gibt – seinen Sohn, und unsere Geschenke, die dieses Geschenk feiern, so freuen wir uns auch darüber, dass Jesus Mensch geworden ist. Und die Vorfreude richtet sich auf den Tag, an dem unser Heiland wiederkommen wird. Eine Zeile aus der Epistel für den heutigen Sonntag macht das deutlich:

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich, freuet euch. … Der Herr ist nahe!

Wir freuen uns über unseren Herrn und das, was er für uns getan hat. Diese Freude finden wir auch in unserem heutigen Predigttext, eine Freude, die in Gelächter ausartet, eine Freude, die einen Namen trägt: Isaak, „Lachen“. Gott bringt uns zum Lachen.

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13. Sonntag nach Trinitatis 2019

Im 15. Kapitel des Lukasevangeliums erzählt Jesus gegenüber den Pharisäern und Schriftgelehrten drei Gleichnisse über jemand oder etwas, das verloren geht. Zwei davon haben wir gerade gehört. Es sind die Gleichnisse vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Groschen und dann das Gleichnis, das wir als Gleichnis vom verlorenen Sohn kennen. Alle drei dieser Gleichnisse haben ein gemeinsames Thema, etwas, das sie uns beibringen und lehren wollen: Es geht um das Thema Buße.

Im ersten Gleichnis ist es eines von neunundneunzig Schafen, das „Buße tat“ und im zweiten Gleichnis ist der eine Silbergroschen der bußfertige, wie Jesus uns sagt:

V. 10: „So, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.“

Zuerst wollen wir gemeinsam betrachten, was das eigentlich heißt „Buße tun“, denn es ist ein wenig geläufiger Ausdruck. Am häufigsten wird er noch in der Kirche verwendet. Aber wissen wir eigentlich, was wir meinen, wenn wir davon reden, dass wir „Buße tun“ oder „Buße tun sollen“? In unserem Alltag kennen wir das Wort am ehesten vom „Bußgeld“, also eine Strafe, die bezahlen müssen, wenn wir falsch geparkt haben oder zu schnell gefahren sind. Große Firmen zahlen Bußgelder, wenn sie sich im Wettbewerb oder im Umgang mit ihren Kunden nicht an die Regeln gehalten haben und dabei erwischt wurden.

Ist das die Buße, von der Jesus redet? Ist das die Buße, um die es in der Heiligen Schrift geht, zu der wir aufgerufen sind?

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Pfingstmontag: Die Ausgießung des Heiligen Geistes 2019

Es ist jedes Jahr dasselbe und doch jedes Mal wieder erstaunlich: im Frühjahr zu beobachten, wie die Schöpfung erwacht. Innerhalb weniger Wochen werden kahle Bäume grün, füllen sich bisher leere Felder mit Pflanzen und Blumen. Regen und Sonne verwandeln die Welt um uns herum. Und wir freuen uns, dass alles grünt und blüht. Doch wenn aus Blüten keine Früchte werden, hilft uns die ganze Pracht nichts. Die schönste Raps-, Kartoffel- oder Kirschblüte, bringt uns außer Freude über ihren Anblick nichts, wenn daraus nicht doch schließlich Früchte werden. Nicht die Blüte macht uns satt, sondern die Früchte, die wir am Ende des Sommers zu ernten hoffen.

Weil es in unserem Glaubensleben ganz ähnlich ist, verwendet Jesus dieses Bild immer wieder. Das 15. Kapitel bei Johannes redet vom Weinstock und seinen Reben. Wir sind die Reben am Weinstock, die letztlich Früchte bringen, die Trauben. Jesus ist der Weinstock, an dem wir wachsen. Am zweiten Tag des Pfingstfestes wollen wir darüber einmal nachdenken. Zu Pfingsten denken wir daran, dass wir den Heiligen Geist mit seinen Gaben geschenkt bekommen.

Er gibt uns den Glauben mit allem, was dazugehört. Das könnte man mit einer Blüte vergleichen. Aber auch hier gilt, die schönste Blüte taugt letztlich gar nichts, wenn sich daraus nicht Früchte entwickeln. Wenn wir den Geist haben, ihn aber im Laufe unseres Lebens wieder verlieren, was nützt es uns dann? Wir brauchen die Hilfe des Heiligen Geistes, um im Glauben zu bleiben, zu wachsen und Früchte zu bringen. Jesus zeigt uns in unserem Text, wie es aussieht, wenn wir Früchte bringen. Er ruft uns zu: Haltet fest an mir, durch die Hilfe des Heiligen Geistes!

1. Bleibt in meiner Liebe!

2. Schmeckt meine Freude!

3. Seid meine Freunde!

4. Tragt meine Früchte!

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4. Sonntag nach Ostern: Kantate – „Singt dem Herrn!“ – 2019

Jemand hat einmal von Christen gesagt: „Christ werden heißt nicht, dass du eine Persönlichkeitstransplantation bekommst.“ Oder mit anderen Worten gesagt: „Mein Problem ist, dass ich mich selbst überall mit hinnehme, wo ich hingehe.“ Manchmal reden wir als Christen so, als wäre eine bestimmte Art von Persönlichkeit besser als andere. Wenn unser Glaube wirklich stark ist, dann wäre wir alle diese Art von Persönlichkeit.

Als Christ bis du bist selbstbewusst und leidenschaftlich und voller Freude. Am Sonntag Kantate – „Singt!“ – könnte man auch sagen, du hast immer ein Lied auf den Lippen, ein Loblied für Gott. Doch ist das wirklich so? Sollte alle Christen dieselbe Art von Persönlichkeit haben, sollten wir immer fröhlich, zuversichtlich, glücklich sein?

Geht es euch an dieser Stelle wie mir, dass man sich unwillkürlich fragt: „Wirklich? Ist das wirklich so, auch in meinem Leben? Gibt es nicht viele Tage, an denen ich nicht besonders fröhlich war? Und ich vermute, dass das auch auf die Apostel zutraf, die Jesus zuerst in jener Nacht reden hörten.

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2. Sonntag nach Epiphanias 2019

Für viele Menschen gehört dieser Bibeltext zu denen, an die sie sich gerne erinnern. Er gehört zu ihren Lieblingstexten. Ein Grund liegt sicher darin, dass Gottes Verhalten hier unseren Erwartungen entspricht. In dieser Geschichte liefert Gott. Die Gastgeber dieser Hochzeit waren in großer Not. Sie standen kurz davor zum Gespött des ganzen Ortes zu werden. Bei ihrer Hochzeit war der Wein ausgegangen, ehe das Fest zu Ende war. Diese Schande würde das Brautpaar nie wieder loswerden. Sie befinden sich in einer ausweglosen Lage. Sie brauchen unbedingt Hilfe. Und dann ist da Jesus, einer der Gäste auf diesem Fest, zusammen mit seiner Mutter und seinen Jüngern.

Nachdem seine Mutter ihn angestupst hat und mit etwas Hilfe vonseiten einiger gehorsamer Diener, rettet er das Fest und löst das Problem, ehe die meisten mitbekommen haben, dass es existiert. Und, seien wir ehrlich, ist es nicht genau das, was wir von Gott erwarten – und vor allem – ist das nicht genau die Art und Weise, wie wir Hilfe von Gott erwarten? Er soll sich einmischen und helfen. Doch wenn wir den Text aufmerksamer betrachten, fallen uns einige Dinge auf, die uns zeigen, Gottes Wort berichtet uns hier mehr als eine oberflächliche Betrachtung an den Tag bringt. Denn am Ende des Verses sagt der Evangelist:

„Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.“

Dieser Vers macht deutlich, dass es nicht damit getan ist zu sagen: Jesus hat sich durch dieses Wunder als Gottes Sohn erwiesen. Er ist der Herr über die Schöpfung, der auch Wasser in Wein verwandeln kann. Gott kommt, um uns zu helfen. Johannes spricht in seinem Evangelium immer von Zeichen, anstelle von Wundern. Ein Zeichen, zeigt auf etwas. Es zeigt auf Jesus, darauf, dass er Gottes Sohn ist, Jahwe, der als Mensch in unsere Welt gekommen ist, um diese Welt zu retten und uns Menschen selig zu machen. Schauen wir uns diesen Text noch einmal an und sehen wir, wie Jesus uns in Kana seine Herrlichkeit offenbart.

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Erntedankfest 2018

Wir feiern heute das Erntedankfest. Wir danken Gott für alles, was er uns an irdischen und geistlichen Gaben geschenkt hat. Doch die spannende Frage ist ja: Wie dan-ke ich jemandem, der schon alles hat? Gott, als Herr und Schöpfer dieser Welt, gehört ja schon alles. Er braucht nichts. Doch der Apostel Paulus macht uns in unserem Text darauf aufmerksam, dass es etwas gibt, womit wir Gott danken können: Wir dürfen fröhliche Geber sein.

Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Und als Christen können wir fröhliche Geber sein – weil uns so viel geschenkt worden ist. Doch wir haben es immer wieder nötig, uns zu neuer Gebefreudigkeit ermuntern zu lassen. Deshalb erinnert uns der Apostel Paulus daran: Christen können fröhlich geben, denn sie sind

1. vertrauensvolle Geber

2. freiwillige Geber

3. beschenkte Geber

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12. Sonntag nach Trinitatis 2018

Kennen sie Aussagen wie: „Die Gesundheit ist ein hohes Gut.“ oder: „Am wichtigsten ist doch die Ge-sundheit.“? Die eine würde man vielleicht eher von einem Mitarbeiter der eigenen Krankenkasse erwar-ten, die andere kann man immer wieder bei Ge-burtstagen hören. Beide Aussagen sind nicht von der Hand zu weißen. Auch wenn man – wie so oft – erst weiß, was man an einem gesunden Körper und Geist hat, wenn man krank geworden ist, ist unsere Ge-sundheit ein hohes Gut, und sicherlich der größte irdische Segen, den Gott jedem von uns geschenkt hat.

Das wird uns noch deutlicher, wenn wir uns in unse-rer Umwelt genauer umschauen. Wie viele Men-schen leiden unter z.T. schrecklichen Krankheiten: von chronischen Schmerz-, über Krebs- bis hin zu Alzheimer- oder Demenzpatienten. Oft quälen sich Menschen jahre- oder gar jahrzehntelang mit ihren Krankheiten und am Schluss scheint sogar der Tod eine Erlösung zu sein. Wünschen wir uns da nicht manchmal ein Wunder, wie wir es im heutigen Evangelium gehört haben? Wäre es nicht wunder-bar, wenn Jesus heute noch Heilungswunder voll-bringen würde oder uns die Kraft dazu schenken würde?
Auf der anderen Seite stehen die Fortschritte der modernen Medizin. Taube können hören, mittels ei-ne CI-Implantats. Krebskranke können nach Chemo- oder Strahlentherapie wieder gesund nach Hause gehen. Man kann Gelenke, ja ganze Körperteile ersetzten. Bluttransfusionen und Transplantati-onen retten heute Menschenleben, die noch vor 60 Jahre unweigerlich zu Ende gewesen wären.

Und trotzdem wünschen wir uns manchmal, es gäbe heute noch solche Wunderheilungen, wie damals bei Jesus. Denn wir sehen auch die Unterschiede zwi-schen damals und heute. Ein paar Worte, eine Geste – keine aufwändigen Prozeduren und Dutzende von Medikamenten – und am Ende steht ein Mensch, der körperlich wieder vollkommen in Ordnung ist. Von diesem Wunder redet auch unser Text. Der Prophet Jesaja hat es vor mehr als 2.700 Jahren vorausgesagt: Er redet von den tauben Ohren, die hören und von blinden Augen, die sehen. Durch die frohe Botschaft macht Gott dich gesund.

1. Er rettet dich von deiner Blindheit.

2. Er erfüllt dich mit Freude in dem Herrn.

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1. Sonntag nach Epiphanias 2018

„Leiden“ ist ein Thema, über das wir für gewöhnlich nicht gerne nachdenken, geschweige denn reden. Und wenn wir schon nicht drumherum kommen darüber zu reden, dann neigen wir eher dazu, zu jammern.

Doch „Leiden“ ist ein Thema, zu dem der Apostel Petrus in seinem ersten Brief an die Christen in Kleinasien, der heutigen Türkei, immer wieder zurückkehrt. Denn der Teufel nutzt besonders unser Leiden als Christen, um unsere Hoffnung anzugreifen, unseren Glauben zu unterminieren und unser Vertrauen auf Gottes Zusagen zu schwächen.

Doch unser Herr und Heiland Jesus Christus nutzt unser Leiden, um unsere Hoffnung zu stärken und unseren Glauben zu festigen. Man könnte sagen, er lässt Leiden in unserem Leben zu, um uns als Christen in dieser Welt fit zu machen und bei Kräften zu halten. Als Christen leiden wir in dieser Welt.

1. Das ist für uns keine Überraschung, sondern Freude.

2. Das ist für uns keine Schande, sondern Ehre.

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