Sermons on “Gottes neue Welt”

Ostersonntag 2018: Die Auferstehung des Herrn

Welche Bedeutung hat Ostern? Nun, die meisten Erwachsenen würden wohl sagen, dass sie sich auf die vier freien Tage freuen, vielleicht im Urlaub, vielleicht im Kreis der Lieben. Die Kinder denken wohl eher an Schokoosterhasen und -eier, die versteckt werden und freuen sich auf die Suche.

Und obwohl Karfreitag und Ostern der Höhepunkt des Kirchenjahres und das Zentrum des christlichen Glaubens bilden, verliert dieses wunderbare Fest immer mehr an Boden, besonders gegenüber Weihnachten. Das liegt wohl vor allem daran, dass unsere Umwelt, und auch die meisten Christen, mit der Osterbotschaft nicht mehr viel anfangen können: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“ Das sind für viele nur noch Worte, ohne tiefere Bedeutung.

Dieses Problem ist nicht neu. Schon die ersten Christen, z. B. die Gemeinde in Korinth, hatten damit ihre Probleme. Im Gegensatz zu vielen Menschen heute zweifelten sie nicht ausdrücklich an der Auferstehung Jesu von den Toten. Aber sie hatte ihre Probleme mit der Auferstehung der Gläubigen. Paulus fragt direkt:

„Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten?“

Der Apostel zeigt, dass es eine unverbrüchliche Verbindung zwischen der Auferstehung der Gläubigen und der Auferstehung Christi gibt. Leugnet man die eine, dann auch die andere. Deshalb macht Paulus den Korinthern klar:

„Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden.“

Die Korinther haben die Auferstehung des Herrn Jesus falsch verstanden. Sie haben sie nicht geleugnet, aber sie haben nicht verstanden wozu, zu welchem Zweck er auferstanden ist. Also fragen wir uns: Wovon reden wir, wenn wir von der Auferstehung reden, seiner und unserer? Ja, wir bekennen, Gott sei Dank, Sonntag für Sonntag, dass wir an die leibliche Auferstehung der Toten glauben, an seine und an unsere.

„…am dritten Tage auferstanden von den Toten… Auferstehung des Leibes und das ewige Leben.“

Das haben wir vor wenigen Minuten gemeinsam bekannt. Doch wie sehr liegt uns diese Sache am Herzen? Das große Thema des Neuen Testaments ist die Predigt vom gekreuzigten Christus, der auferstanden ist – und was das für uns zu bedeuten hat. Es geht ja nicht nur um die historische Tatsache: das Grab war leer; Jesus ist zu neuem Leben auferstanden. Untrennbar damit verbunden ist die Frage: Was hat das leere Grab am Ostermorgen zu bedeuten? Für mich, für dich? Lasst uns deshalb über den Tellerrand von Ostern hinausblicken.

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Neujahrstag 2018

„Ein gesegnetes neues Jahr.“, so wünschen wir uns als Christen an diesem Tag gegenseitig, weil wir wissen, dass alle guten Gaben von Gottes Segen kommen. Doch heute wollen wir uns einmal fragen, was ist denn eigentlich ein „neues“ Jahr? Das Wort „neu“ kann bedeuten, dass eine Sache durch eine andere ersetzt wird. Oder es kann auch bedeuten, dass etwas Altes überarbeitet und „neu“ gemacht wird. Ein „neues“ Auto ist entweder ein neu gebautes oder ein altes, das neu aufgebarbeitet wurde.

Auf das „neue“ Jahr trifft sicher beides zu: es ist ganz neu und frisch mit 365 neuen Tagen und doch sind viele Dinge wie vorher: unsere Welt ist dieselbe, die Menschen sind dieselben, Jahreszeiten und Feste sind dieselben. Die Jahreslosung für das Jahr 2018 steht in der Offenbarung des Johannes. Nun ist die Offenbarung sicherlich nicht das am leichtesten zu verstehende Buch der Bibel. Ihre große Botschaft ist leicht: „Christus ist der Sieger und wir mit ihm.“ Erst in den Einzelheiten gibt es Stellen, die nicht leicht zu verstehen sind.

Doch die letzten beiden Kapitel reden von der Vollendung der Erlösung, davon wie Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen und alles neu machen wird. Gott will und wird die gefallene Schöp-fung neu mache, freimachen von aller Sünde, von dem Fluch und Zorn, die seit dem Sündenfall der Menschen auf ihnen liegen. In diesem Zusammenhang steht dann auch unser Predigtvers und passt damit zum „neuen“ Jahr. Lasst uns heute gemeinsam betrachten: Durch Christus macht Gott alles neu.

1. Denn er hat alles vollbracht.

2. Darum kommt zur Quelle des lebendigen Wassers.

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Ostersonntag: „Der Tag der Auferstehung des Herrn“ 2017

Was erwartet ihr von Ostern? Was geht unseren Kindern als allererstes durch den Kopf? Süßes! Ostereier! Geschenke suchen! – Was erwartet ihr von Ostern? Um ein Bild aus dem heutigen Festevangelium auszuborgen: Was erwartet ihr, wenn ihr auf den Friedhof geht? – Du gehst nicht gern auf den Friedhof? Verständlich! Jeder Besuch auf dem Friedhof ruft uns ins Gedächtnis, dass hier auch das Ziel unseres Lebens liegt.

Doch weil wir ja an unseren Ostererwartungen arbeiten wollen, lasst uns gemeinsam auf den Friedhof gehen, lasst uns gemeinsam unsere Osterwartungen bedenken.

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2. Sonntag nach Epiphanias 2017

Eine Hochzeit ist ein schönes Fest, ganz gleich ob es sich um die eigene, die der eigenen Kinder oder Enkel handelt, oder ob wir nur zur Hochzeit von guten Freunden oder Bekannten eingeladen werden. Ein fröhlicher Anlass – Mann und Frau, die den Bund fürs Leben geschlossen haben – ein gutes Essen und die Gesellschaft von Familie, Freunden und Bekannten an diesem besonderen Tag, machen eine Hochzeit zu etwas ganz Besonderem.

Zu so einer Hochzeit waren auch Jesus und seine Jünger, zu diesem Zeitpunkt waren es fünf, und die Mutter Jesu eingeladen. Die Hochzeit fand in Kana statt, etwa 10 Kilometer von Nazareth entfernt. Nun stellen wir uns vor, du und ich hätten ebenfalls eine Einladung erhalten, an dieser Hochzeit damals in Kana teilzunehmen. Schick angezogen, mit unserem kleinen Hochzeitsgeschenk in der Hand, kommen wir dort an. Das Haus ist geschmückt, fröhliche Musik erklingt. Die Diener sind damit beschäftigt, den Gästen das Essen zu bringen. Alle sind guter Laune und feiern zusammen mit dem Paar. Wir bereiten uns auf ein paar schöne Tage vor, denn damals wurde eine Hochzeit für gewöhnlich sieben Tage lang gefeiert.

Der bemerkenswerteste Gast aber ist Jesus. Seit einer Woche ist er nun öffentlich unterwegs. Er war draußen am Jordan, bei Johannes dem Täufer, wo er sich hatte taufen lassen. Und Johannes hatte mit dem Finger auf ihn gezeigt und deutlich gemacht: Jesus ist der auf den wir gewartet haben, er ist der für den ich den Weg bereiten sollte.

Joh 1,29: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!“

Das hatte der Täufer seinen Jüngern gesagt. Daraufhin waren zwei von ihnen mit Jesus gegangen und hatte auch andere eingeladen. Nun waren sie alle hier zusammen auf diesem Hochzeitsfest. Und damit sieht es so aus, als würde es keine gewöhnliche Hochzeitsfeier werden. Du und ich auf der Hochzeit zu Kana.

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3. Advent 2016

Der Gefangene liegt in seiner Zelle und wirft sich unruhig von einer Seite auf die andere. Er fragt sich, ob er sich richtig entschieden hat. Zwei Männer betreten seine Zelle. Sie begrüßen ihren Meister und im Gespräch schildert er ihnen seine Zweifel und dann erteilt er ihnen einen Auftrag: „Geht zu Jesus und fragt ihn, ob ich richtig lag. Ist er wirklich der lang ersehnte Retter oder sollen wir auf einen anderen warten?“ Derjenige, der so spricht, ist Johannes der Täufer, der Vorläufer und Botschafter des Herrn Jesus. Er ist ins Grübeln gekommen, er zweifelt, ob Jesus der Richtige ist. Lasst uns heute gemeinsam betrachten: Christen und ihre Zweifel an ihrem Herrn und Erlöser.

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