Sermons on “Liebe”

Estomihi: Sei mir ein starker Fels 2018

„Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts!“ Dieser Satz zeigt eine doppelte Wahrheit, die uns durch-aus geläufig ist: 1. Geld ist nicht alles: Geld allein macht nicht glücklich; viele Dinge, die im Leben wichtig sind, kann ich mir mit Geld nicht kaufen. 2. Aber ohne Geld ist alles nichts: in dieser Welt brauchen wir Geld, denn Rechnungen wollen bezahlt werden, denn allein von Luft und Liebe kann man nicht leben. „Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts!“

Übertragen auf unseren Predigttext könnte man den zweiten Teil dieser Aussage übernehmen. Paulus lenkt unsere Aufmerksamkeit auf etwas, das für uns ganz wichtig ist: Paulus sagt freilich nicht: „Ohne Geld ist alles nichts!“ – sondern – und das soll unser Thema sein: Ohne Liebe ist alles nichts.

1. Die Liebe verleiht echten Wert.

2. Die Liebe wird niemals müde.

Mehr

21. Sonntag nach Trinitatis 2017

Nüsse gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Geschmacksrichtungen: Haselnüsse oder Erd-nüsse sind wohl am bekanntesten, verbreitetsten und beliebtesten. Aber daneben gibt es noch viel mehr: Kokosnüsse, Paranüsse, Macadamianüsse, oder Cashewnüsse. Ganz gleich ob ihr nun gerne Nüsse knabbert oder doch eher nicht, von einer Nuss habt ihr, hoffentlich alle schon einmal gehört, einer Nuss aus der Bibel. Es gibt einen Bibelvers, der das Evangelium in der Nussschale genannt wird:

Joh 3,16: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Hier ist alles drin: Gottes Liebe zu einer Welt, die seine Liebe braucht, aber nicht verdient hat; eine Liebe, die so groß ist, dass sie ihren einzigen Sohn opfert; ein Mittel, um eine tote Welt lebendig zu machen: den Glauben. Und wir finden hier Gottes Ziel, Gottes Absicht, die er damit verfolgt: Er will damit diese Welt, die ohne ihn verloren wäre, nicht verloren gehen lassen. Allen, die ihm glau-ben, die seinen Zusagen in Christus vertrauen, will er das ewige Leben schenken.

Warum heißt dieser Vers das „Evangelium in der Nussschale“? Weil dieser eine Vers alles enthält, was nötig ist mich zu retten. Hier ist alles drin, was ich brauche, um meine Schuld zu erkennen, über Gottes Liebe zu staunen und auf seine Zusage für mich zu vertrauen. Hier bietet mir Gott ewiges Le-ben an und schenkt es mir auch.

Doch das war Gott nicht genug! Gott ist kein Finne! Es gibt ja gewisse Klischees über verschiedene Menschen und Völker, die oft genug nicht oder nur bis zu einem gewissen Ausmaß zutreffen. Wir Deutschen gelten als ordnungsliebend, korrekt und arbeitswütig. Bei den Finnen heißt es, dass der Mann seiner Frau an dem Tag, an dem er sie heiratet, sagt, dass er sie liebt. Und wenn er ein ech-ter Schwärmer oder Gefühlsdusel ist, noch einmal an dem Tag, an dem er stirbt. Doch Gott ist nicht so, wie dieses Klischee. Weil Gott uns so sehr liebt, weil er dich so sehr liebt, sucht er nach immer neuen Formen, Arten und Möglichkeiten seiner Liebe zu dir Ausdruck zu verleihen und dir diese Liebe zu schenken.

Schenke ich einem lieben Menschen zum Geburtstag eine schöne Schachtel Pralinen, wird er sich darüber freuen, wenn er Pralinen mag. Doch wenn ich das jedes Jahr neu wieder tue, nutzt sich dieser Liebeserweis ab. Erfindungsreichtum ist gefragt. Und Gott, der diese Welt mit ihren zahllosen Lebewesen und all ihren Wundern geschaffen hat, ist erfindungsreich. Das sehen wir auch in der Bibel: Ein Liebesbrief von mehr als 1.300 Seiten Umfang. Christus, der seine Kirche, als seine Braut bezeichnet, hat viele Möglichkeiten gefunden, uns seine Liebe und Gnade zu zeigen und uns damit zu überschütten.

Eine ganz besondere Art und Weise, wie Gott uns seine Liebe zeigt, ist die heilige Taufe. Hier schenkt uns Gott seine Liebe aufs Neue, auf uner-wartete Art und Weise, in einer ganz und gar anderen Form. Das sehen wir auch an unserem heutigen Predigttext, dem letzten Vers aus dem 16. Psalm des Königs David: „Du tust mir kund den Weg zum Leben.“ Milos Taufspruch. Lasst uns heute gemeinsam bedenken: Gottes Liebe beschenkt dich reich!

1. Er zeigt dir den Weg.

2. Er schenkt dir das Leben.

Mehr

18. Sonntag nach Trinitatis 2017

Denen hat es Jesus mal so richtig gezeigt! Richtig ist das. Denen hat er das Maul gestopft! Das war aber auch nötig! Gemeint sind die Sadduzäer, die über den Glauben an ein Leben nach dem Tod nur müde lächeln konnten. Und die bringt Jesus zum Schweigen. „Gut so…!“ sagen wir da vielleicht. So sind wir. Wir freuen uns, wenn es die anderen trifft und wir fühlen uns noch gut dabei. Doch wenn es um uns geht, um die wunden Punkte in unserem Leben, auf dem Ohr sind wir oft ganz schön taub.

Und das ist ein echtes Problem. Die Feinde, die uns am meisten zu schaffen machen, die sind nicht da draußen. Die hartnäckigsten Angriffe kommen aus unserem Innern. Aus unserem eigenen Herzen. Sei es unsere Selbstzufriedenheit, Bequemlichkeit und Selbstsicherheit. Oder seien es meine Zweifel, meine Mutlosigkeit, Schwachheit, Sünde, wenn ich sehe, wie es in meinem Leben aussieht!

Nach der Tempelreinigung kommen immer wieder Leute zu Jesus, um ihn auf die Probe zu stellen, um ihn zu versuchen: erst die Schriftgelehrten und Phari-säer, dann die Sadduzäer und jetzt wieder die ande-ren. Obwohl die Pharisäer und die Schriftgelehrten nicht gut auf die Sadduzäer zu sprechen waren, einte sie doch eins: Ihre feindselige Haltung gegenüber Je-sus. Dieser Jesus war schlecht für ihren Ruf, schlecht für ihr Ansehen, schlecht fürs Geschäft. Mit seinen Predigten, Wundern und mit seinem Leben macht er ihnen das Volk abspenstig und sorgte außerdem da-für, dass die Römer argwöhnisch in ihre Richtung blickten. Und so kommen sie einmal mehr, um Jesus eine Falle zu stellen, um ihn in seinen eigenen Worten zu fangen.

Immer wenn sie, mit ihren Fragen oder Problemen, kommen, verfolgen sie damit ein bestimmtes Anlie-gen. Doch Jesus lässt sich nicht darauf ein. Er ist nicht bereit, zu ihren Bedingungen zu reden. Er wechselt das Thema und bringt es auf den Punkt, so auch in unserem Text. Die Pharisäer versuchten Je-sus in eine ihrer zahllosen, endlosen Diskussionen über das Gesetz zu verstricken. Sie hatten das Ge-setz 613 Einzelbestimmungen aufgeteilt – 248 Gebote und 365 Verbote. Und sie diskutierten endlos dar-über, welches dieser Gebote nun das wichtigste und größte sei. Jetzt versuchten sie, Jesus in diese Auseinandersetzung hineinzuziehen, denn hier konnte er nur verlieren. Doch Jesus lässt sich nicht auf diese Diskussion ein, er lenkt ihre Aufmerksamkeit auf zwei Fragen. Und diese Fragen wollen auch wir heute betrachten und beantworten: Jesus lenkt unser Herz auf die wichtigen Fragen.

1. Liebst du Gott und deinen Nächsten?

2. Was hältst du von mir, von Christus?

Mehr

13. Sonntag nach Trinitatis 2017

Wie merke ich, was in einem Menschen vor sich geht? Wie sieht es in ihm aus? Was denkt er, waas fühlt er? Nun, da gibt es verschiedene Möglichkeiten: den Gesichtsausdruck oder die Körpersprache, an denen man oft recht gut erkennen kann, was in einem Menschen vor sich geht. Aber wir wissen auch, dass das manchmal schiefgehen kann. Tränen können ein Zeichen der Freude sein, des Zorns oder auch der Trauer. Mit Lachen sieht es ganz ähnlich aus. Da kann einer vor Freude lachen, es kann aber auch ein zorniges, abfälliges Lachen sein. Manchmal ist hilfreich, wenn man auf den Tonfall hört, mit dem ein Mensch etwas sagt. Am besten ist es immer noch, wenn ich das Ganze mit einem guten Gespräch verbinde. Wenn ich mit meinem Gegenüber rede, wenn ich ihm zuhöre, was er zu sagen hat, wie er es sagt, wie er sich gibt, dann stehen die Chancen recht gut, dass ich am Ende weiß, wie es in ihm aussieht. Aber auch da wissen wir: das funktioniert nicht immer. Es besteht immer die Gefahr, den anderen falsch zu verstehen.

Was für unseren Umgang mit Menschen gilt, gilt noch viel mehr für unseren Umgang mit Gott. Woher wollen wir Menschen wissen, wie es in Gott aussieht? Im Normalfall sehen wir Gott nicht von Angesicht zu Angesicht. Ich kann nicht sehen ob Gott, wenn er etwas sagt, ein humorvolles Funkeln im Auge hat oder ob das Gesicht vor Zorn grimmig verzogen ist. Woher wollen wir wissen, was in Gott vorgeht. Da haben wir schlechte Karten, es sei denn Gott selbst redet mit uns. Das tut er in seinem Wort. Dort lässt er uns einen Blick in sein Herz werfen. Eine der Stellen, in denen uns Gott einen besonders deutlichen Blick in sein Herz eröffnet, in der er uns zeigt, wie es darin aussieht, ist unser heutiger Predigttext. Wir werfen einen Blick ins Herz der Dinge.

1. In unser Herz als Menschen.

2. In das Herz Gottes.

Mehr

Pfingstmontag: „Die Ausgießung des Heiligen Geistes“ 2017

Am heutigen Pfingstmontag haben wir das Ende der ersten Hälfte des Kirchenjahres fast erreicht. Die großen Feste: Weihnachten, Karfreitag, Ostern und nun Pfingsten haben wir gefeiert. In der nächsten Woche kommt noch das Trinitatisfest und dann beginnt die zweite Hälfte, mit den kleineren Festen. Ein halbes Jahr lang haben wir gesehen wie Gottes Sohn als Mensch geboren wurde, wie er lebte, heilte, lehrte, litt und starb. Wir haben fröhlich seine Auferstehung gefeiert und dann gehört, wie er zum Himmel aufgefahren ist.

Gestern haben wir von der sichtbaren Ausgießung des Heiligen Geistes gehört, mit der die Verkündigung dessen, was Jesus getan hat, in alle Welt ange-fangen hat. Heute schauen wir zurück und fragen uns: Was hat Christus uns gelassen? Zunächst scheint es etwas ernüchternd zu sein. Statt seiner sichtbaren Gegenwart haben wir – Worte, einfache Worte. Sie stehen in der Bibel, seinem Wort und wir hören sie aus dem Mund von Pastoren oder Mitchristen. Doch zu Pfingsten sehen wir eben auch, dass er uns seinen Geist schenkt, der durch diese Worte wirkt und gibt, was diese Worte sagen. Unser heutiger Predigttext ist ein Vers aus dem Evangelium für den Pfingstmontag, einem Abschnitt aus dem Ge-spräch, das Jesus mit Nikodemus geführt hat. Und auch wenn der Heilige Geist in diesem zweiten Teil des Gesprächs, den wir heute gehört haben, nicht namentlich genannt wird, steht er doch im Hintergrund.

Der Bibelvers, den wir noch einmal gehört haben ist auf den ersten Blick einfach, unscheinbar und doch ist er atemberaubend. Diese Worte sind so atemberaubend, dass sie sogar einen besonderen Namen haben. Dieser Vers wird als das Evangelium in der Nussschale bezeichnet, weil dieser eine Satz das ganze Evangelium enthält und wunderbar zusammenfasst. Lasst uns heute gemeinsam bedenken:

Es ist atemberaubend, wie sehr Gott uns liebt!

Mehr

Pfingstsonntag: „Der Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes“ 2017

Das heutige Pfingstfest wird auch als Geburtstagsfest der Kirche bezeichnet, der Tag, an dem die christliche Kirche neutestamentlicher Prägung entstanden ist. Und wenn wir von Geburtstag reden, dann stellt sich die Frage: Was ist bei einem Geburtstag das Wichtigste? Nun, ich bin mir ziemlich sicher, dass wenigstens die Kinder ganz genau wissen, was zum Geburtstag das Wichtigste ist? Genau, es sind die Geschenke. Wichtig ist, dass ich möglichst viele und schöne Geschenke bekomme, an denen ich recht lange Freude habe: Süßes, Spielzeug, aber auch Sachen für die Schule, meinen Alltag oder die Freizeit.

Am heutigen Festtag, dem Tag der sichtbaren Ausgießung des Heiligen Geistes, an diesem Tag mit seiner Festfreude, gibt es auch Geschenke, oder besser gesagt: wir erhalten ein Geschenk, dass alle anderen Geschenke und Gaben in sich trägt und mit sich bringt. Wir erhalten den Heiligen Geist. Ohne dieses Geschenk stehen wir mit leeren Händen da. Ohne dieses Geschenk bedeuten wir nichts. Ohne dieses Geschenk bedeutet unser Leben nichts. Ohne dieses Geschenk findet sich bei dir und mir nichts, woran Gott Freude hat. Alles, was wir sind und haben, kommt vom Heiligen Geist, und alles was wir erwarten und erhoffen, kommt durch ihn. Lasst uns heute anhand unseres Predigttextes gemeinsam bedenken: Das unbezahlbare Geschenk unseres Heilandes zu Pfingsten.

1. Der Geist des Lichtes.

2. Der Geist der Liebe.

3. Der Geist des Friedens.

Mehr

16. Sonntag nach Trinitatis 2016

Keiner mag es, aber jeden kann es treffen und trifft es: krank sein. In Gesprächen, im Fernsehen, auf Spruchkarten oder Anhängern und gerade bei Geburtstagen ist immer wie die Rede davon: „Aber das Wichtigste ist doch die Gesundheit.“ Unsere Gesundheit ist ein hohes Gut. Keiner von uns möchte sie missen. Wir tun auch gut daran, alles in unserer Macht stehende zu tun, um dieses Gut zu erhalten. Und trotzdem stehen wir, auch als Christen, gerade in unserer Zeit, die Gesundheit so sehr überbetont, in der Gefahr, aus der guten Gabe Gottes, einen Abgott zu machen, wenn sich alles nur noch um die Gesundheit dreht.

Unser heutiger Predigttext zeigt uns eine Seite unseres Christseins, die wir gern verdrängen. Die Bibel gebraucht den Begriff des Kreuzes. Kranksein, sterben, Schmerzen, Not oder Einsamkeit oder auch alles zusammen, sind Folgen der Sünde. Doch wenn sie uns im Glauben anfechten, weil wir vielleicht an Gottes Liebe zweifeln, dann werden sie zu unserem Kreuz, dass wir geduldig tragen sollen. Kein Christ kein Kreuz! Jesus sagt, dass der Jünger nicht über dem Meister steht. So wie Jesus sein Kreuz geduldig getragen hat, sollen auch wir unser Kreuz geduldig tragen.

Unser Text zeigt uns ein christliches Trauerhaus. Die drei Geschwister glaubten an Jesus; der Herr liebte sie; trotzdem starb Lazarus! Hoffnungen und Gebete der Schwestern blieben scheinbar unerhört; hätte Jesus es nicht verhindern können, fragten selbst Juden. So ist es mit dem Kreuz, das alle Christen tragen – wir würden ihm gern entkommen, ihm ausweichen, oder es zumindest schnell wieder loswerden. Doch es kommt trotzdem. Es gehört zum Christsein dazu, wir sollen nichts Anderes erwarten, denn Gott es uns in seinem Wort so gesagt. Lasst uns heute gemeinsam betrachten: Das verborgene Werk Jesu in unseren dunklen Stunden.

1. Verborgen ist seine Liebe, doch tröstend.

2. Verborgen ist seine Hilfe, doch nah.

3. Verborgen ist seine Herrlichkeit, doch gewiss.

Mehr

8. Sonntag nach Trinitatis 2016

Geht es euch auch manchmal so, dass ihr euch fragt, wo ist Gott? Egal ob ihr beunruhigt seid, weil in den Nachrichten so viel Schlechtes zu hören und zu sehen ist, oder ob ihr euch Sorgen macht, weil in eurem eigenen Leben so viel schief geht? Manchmal fragen wir uns einfach: Wo ist Gott? Hat er nicht versprochen bei uns zu sein? Sind wir nicht seine Kinder? Will er uns nicht auf allen unseren Wegen behüten?

Warum haben wir dann so oft das Gefühl, dass er uns im Stich lässt oder einfach nur zusieht, wie wir versuchen allein mit unserem Leben und allen Problemen darin klarzukommen. Doch dieses Problem ist kein neues Problem. Kinder Gottes hatten zu allen Zeiten damit zu kämpfen. Darum wollen wir uns heute anhand unseres Textes folgende Frage stellen: Siehst du die Hand Gottes in deinem Leben?

1. Wie bei den Israeliten weiß Gott auch, was in deinem Leben geschieht.

2. Gott verspricht, dir zu helfen und dich zu retten.

Mehr

5. Sonntag nach Trinitatis 2016

Das Leben ist nicht immer leicht. Der Blick in die Nachrichten stimmt uns im Augenblick alles andere als froh. Da erfahren wir von Bombenanschlägen, Krieg, Bürgerkrieg, Hunger, Armut, Krankheit und Flucht! Die Angst vor der Zukunft wächst bei vielen Menschen in unserem Land – auch bei uns.

Vielleicht gibt es auch in unserem eigenen Leben so manches, was uns Angst macht – die eigene Gesundheit oder die Gesundheit eines lieben Menschen. Die nicht vorhandene oder bedrohte eigenen Arbeitsstelle oder die der Kinder. Auch als Christen blicken wir nicht immer voll Freude in die Zukunft. Auch wir klagen. Doch selbst dann, wenn es ganz dicke kommt, wenn es keinen Ausweg mehr zu geben scheint sollen wir den Mut nicht sinken lassen und nicht hoffnungslos werden. Der Prophet Jeremia ruft uns zu: Wir Christen können auf den Herrn hoffen!

1. Wir hoffen in aller Art von Trauer!

2. Wir hoffen wegen Gottes Erbarmen.

3. Wir hoffen wegen Gottes beständiger Liebe.

Mehr

3. Sonntag nach Trinitatis 2016

Wer sind wir? Welche Einstellung hat Gott zu uns Menschen? Wie zeigt er uns diese Einstellung? Die Bibel gebraucht verschiedene Bilder, um uns diese Fragen zu beantworten. Gott ist unser himmlischer Vater, ein lieber Vater, wie er sein sollte, dem seine Kinder am Herzen liegen und der sich aufopferungsvoll um sie kümmert. Oder sie redet davon, dass Gott der Bräutigam ist und wir seine geliebte Braut.

Doch geht es uns nicht auch manchmal so, dass wir uns fragen: Liebe Gott mich wirklich? Oder: Liebt Gott mich immer noch? Wenn unsere Lebensumstände nicht mehr so rosig sind, sei es, weil wir krank oder schwach werden oder weil wir nicht wissen wohin mit unserer Schuld, Not oder Einsamkeit? Was, wenn wir nicht wissen, wie wir unseren Lebensunterhalt bestreiten sollen?

Solche Fragen oder Zweifel sind nicht neu. Schon in der Bibel, selbst von den größten Gläubigen wird uns davon berichtet. Und noch mehr wird uns gezeigt, dass Gott selber um unsere Schwachheit weiß. Er kennt uns ganz genau. Und er gibt sich nun nicht damit zufrieden, dass er es uns einmal gesagt hat. Wenn wir ihm nicht glauben, dann ist das eben unser Problem. Nein, seine Liebe macht Gott erfinderisch und großzügig. Er findet immer wieder neue Wege, Möglichkeiten und Worte um uns zu zeigen, dass er uns liebt, dass er alles tut, um uns zu retten, wie ein Bräutigam, ein Liebhaber, der seinem Liebling, seiner Braut auf jede nur erdenkliche Art und Weise sagt und zeigt, dass er sie liebt. Das sehen wir auch an der Geschichte Abrahams. Denn Gott seinen Bund mit ihm nicht nur geschlossen und dann den Rest von Abrahams Leben geschwiegen. Wir wollen heute gemeinsam betrachten: Gott bestätigt seinen Bund mit seinen Kindern.

1. Er bestätigt ihn durch einen neuen Namen.
2. Er bestätigt ihn durch ein Sakrament.

Mehr