Sermons on “Teufel”

4. Sonntag nach Epiphanias 2019

Was meinen wir, wenn wir sagen: „Heute ist ein ganz normaler Tag?“ bzw. wenn wir von unserem „Alltag“ reden? Das klingt nach Langeweile, Alltagstrott, sich wiederholenden Ereignissen und Pflichten. Das klingt wenig interessant, wenig aufregend. Und ja, es gibt sicherlich aufregender Texte in der Bibel als den, den wir gerade gehört haben: Mose, der das Meer teilt; Simson, der Tempel zum Einsturz bringt; Prophetendiener, die das himmlische Heer sehen dürfen, dass die gewaltige Armee der Feinde, die vor einer scheinbar wehrlosen Stadt liegen, besiegt; Engel, die Hirten terrorisieren oder weise Männer, die sich in der Wüste verirren und feurige Zungen, die vom Himmel auf die Köpfe von Menschen fallen.

Was uns unser Predigttext verkündigt ist einfach nur ein ganz gewöhnlicher Tag im Leben des Jesus von Nazareth. Es ist ein Tag wie jeder andere auch: eine Synagoge in der zu predigen ist, etwas lehren, ein paar kranke Menschen besuchen, Kranke heilen. Am nächsten Morgen versuchte er, etwas Zeit für sich zu haben. Aber das war nicht möglich, denn die Menschen folgten ihm bis in die Wüste. Vielleicht wisst ihr, wie das ist: irgendjemand will immer irgendetwas von einem, besonders an den Tagen, an denen man auf der Suche nach etwas Ruhe und Einsamkeit ist.

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3. Sonntag in der Passionszeit: Okuli („Meine Augen sehen stets auf den Herrn“) 2017

Der heutige Sonntag trägt den Namen „Okuli“. Es das erste Wort des Eingangspsalms, Ps 25, auf Latein. Dieser Psalm beginnt mit den Worten: „Meine Augen sehen stets auf den Herrn; denn er wird meinen Fuß aus dem Netz, aus der Falle, ziehen.“ Wir sehen auf unseren Herrn, auf den Sohn Gottes, Jesus Christus, denn er zieht uns aus der Falle, in der wir stecken. Warum kann Jesus das? Warum tut er das?

Der Täufer Johannes weist am Anfang seines Dienstes auf Jesus. Als die Menschen, die zu ihm an den Jordan kamen, überlegten, ob er nicht der verheißene Messias und Retter sei, sagte er ihnen:
Lk 3,16: „Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, dass ich ihm die Riemen seiner Schuhe löse; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“
Dieser Stärkere ist Jesus. Er ist der Messias, der Heiland und Retter aller Menschen. In unserem heutigen Predigttext greift Jesus dieses Bild vom Stärkeren auf und wendet es auf sich an. Lasst uns heute gemeinsam betrachten:

Jesus ist der Stärkere. Wir sehen drei Dinge:

1. Seinen Sieg über den Starken.

2. Seine Beute, die er austeilt.

3. Die Feindschaft ihm gegenüber.

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1. Sonntag in der Passionszeit: Invokavit („Er ruft mich an“) 2017

Unser heutiger Predigttext schließt sich unmittelbar an die Taufe Jesu an. Mit reichlich dreißig Jahren war Jesus aus Nazareth weggegangen, um sein öffentliches Wirken anzufangen. Sein erster Weg führte ihn an den Jordan, zu Johannes dem Täufer. Dort ließ er sich taufen und trat dadurch an unsere Seite, um uns zu erlösen. Die öffentliche Erscheinung der anderen beiden Personen der Dreieinigkeit macht das deutlich. Der Heilige Geist erschien in Form einer Taube und Gott der Vater sprach vom Himmel zu seinem Sohn:

„Das ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“

Gott zeigt seine Freude darüber, dass nun die Erlösung der gefallenen und verlorenen Menschheit begonnen hat. Und dann nimmt Gott dieses große Werk sofort in Angriff. Unmittelbar im Anschluss an die Taufe berichtet uns Matthäus von der Versuchung Jesu durch den Teufel. Lasst uns heute gemeinsam betrachten: Die erste Schlacht des Heilands mit dem Erzfeind.

1. Wir standen auf dem Spiel.

2. Versuchung ist die Angriffswaffe.

3. Gottes Wort ist die Siegeswaffe.

4. Die Siegesbeute gehört uns.

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Letzter Sonntag nach Epiphanias 2017

Am heutigen letzten Sonntag in der Epiphaniaszeit sehen wir noch einmal darauf, wie sich Jesus uns offenbart. Wir haben bisher gesehen, wie Gott ihn offenbart, durch Wunder und sein Wort vor Heiden, durch sein Wort bei Jesu Taufe. Jesus offenbart sich selber durch sein Wort und sein Verhalten als Zwölfjähriger im Tempel. Er heilt den Aussätzigen, er stillt den Sturm, ja er verwandelt Wasser zu Wein für ein fröhliches Hochzeitsfest.

Doch Jesus, in seinem öffentlichen Wirken, hat nicht nur Wunder getan, sondern vor allem gelehrt und gepredigt. Und immer wieder hören wir davon, wie Menschen staunen, wenn er mit Vollmacht Gottes Wort lehrt und auslegt. Jesus offenbart sich durch sein Wort, durch seine Lehren. Oft hat Jesus in Gleichnissen gelehrt. Unser heutiger Predigttext enthält auch eines dieser Gleichnisse. Anhand dessen wollen wir heute gemeinsam betrachten: Die Herrlichkeit Jesu wird im Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen offenbart.

1. Wir sehen seine Liebe.

2. Wir sehen seine Toleranz.

3. Wir sehen seine Gerechtigkeit.

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