1. Sonntag nach Epiphanias 2017

Maria und Josef hatten es gut! So könnten wir meinen, wenn wir uns einmal vor Augen halten, was sie in den vergangenen Jahren alles erlebt hatten. Seit Weihnachten haben wir gehört, wie zuerst ein Engel Maria die wunderbare, übernatürliche Zeugung und die Geburt Jesu ankündigte. Dann erschien ein Engel Josef, damit er Maria nicht verlässt, sondern das Kind als Gottes Kind annimmt und als Stiefkind versorgt.

Dann war da das wunderbare Zeugnis der Hirten. Nach der langen Reise von Nazareth nach Bethlehem, der Geburt, da standen unerwarteter Weise Hirten vor der Tür. Die erzählten von der Botschaft des Engels, dass der Heiland und Retter der Welt geboren worden sei und in einer Krippe liege, in Windeln gewickelt. Voller Ehrfurcht berichteten sie von der Erscheinung der himmlischen Heerscharen und ihrem Lobgesang. Dann waren da Simeon und Hanna, die zwei im Tempel, die Gott lobten und priesen, weil er endlich den lange ersehnten Heiland gesandt hatte. Und Simeon weissagte, dass dieses Kind gesandt war zum Fall und zum Aufstehen für die Menschen im Volk Israel.

Später standen die Weisen aus dem Morgenland mit ihren wunderbaren Gaben vor der Tür. Dann, Hals über Kopf, erfolgte die Flucht nach Ägypten, um den Soldaten des Königs Herodes zu entgehen. Erst nachdem Gott Josef im Traum erschienen war, kehrten sie wieder zurück, nicht mehr nach Bethlehem, sondern an ihren alten Wohnort, in den Norden nach Galiläa, nach Nazareth. Es gab wohl kaum zwei Menschen, die so genau wussten, wer Jesus war und wozu ihn Gott in diese Welt gesandt hatte, wie diese zwei, seine Mutter Maria und seinen Stiefvater Josef. Doch in unserem heutigen Sonntagsevangelium sehen wir, dass auch sie nicht erkannt haben, was das wirklich bedeutet. Jesus, Gottes Sohn, muss es ihnen sagen.

Im heutigen Predigttext offenbart sich Jesus zum ersten Mal selber als Gottes Sohn. Sein Reden und Tun machen es deutlich. In einem Ereignis aus der Kindheit unseres Heilandes dürfen wir sehen, wer er ist und was er für uns tut. So ruft uns unser Text zu: Jesus offenbart sich selbst als Gottes Sohn!

1. Er kam, um uns Gottes Wahrheit zu lehren.

2. Er kam, um unser Stellvertreter zu sein.

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