5. Sonntag nach Ostern: Rogate – „Bittet, so werdet ihr nehmen“ – 2019

Die Eltern verreißen, die Kinder bleiben bei Oma und Opa. Oder der große Bruder geht für ein Jahr ins Ausland. Die Eltern versprechen den Kindern zu schreiben, anzurufen und ihnen etwas Schönes mitzubringen. Der Bruder verspricht seinen kleineren Geschwistern regelmäßig zu schreiben und ab und zu auch etwas aus dem fernen Land, in das er reißt, zu schicken. Wir geben Versprechen, aber können wir sie auch halten?

Heute ist der Sonntag vor Himmelfahrt. Bald feiern wir wieder, wie Jesus sichtbar zum Himmel aufgefahren ist, zu seinem Vater. Er sitzt auf seinem Thron zur Rechten des Vaters und herrscht zum Besten seiner Kirche über die Welt. Seit diesem Tag geht die Kirche, gehen wir Christen, mit der frohen Botschaft von der Erlösung hinaus in alle Welt und beten zugleich darum, dass unser Herr wiederkommt, um nun auch sichtbar über alle Welt zu herrschen.

Doch in der Zwischenzeit verzweifeln wir nicht. Wir wissen, dass Jesus jeden Augenblick wiederkommen kann, dass seine Zeit und sein Plan anders aussehen als unsere. Doch Jesus lässt uns nicht allein. An anderer Stelle in seinen Abschiedsreden am Gründonnerstag ist die Rede davon, dass er uns den Heiligen Geist, den Tröster senden will. Zugleich hat er seiner Kirche sein Versprechen gegeben, immer bei ihr zu sein, bis ans Ende dieser Welt. Jesus hat seinen Jüngern und seiner Kirche aber auch andere Verheißungen gegeben.

Und anders als bei uns Menschen, dürfen wir uns darauf verlassen, dass Gott seine Zusagen und Versprechen einhält. Eines dieser Versprechen, genauer gesagt eine doppelte Verheißung finden wir in unserem heutigen Predigttext. Jesus sagte sie seinen Jüngern unmittelbar vor seinem Tod und seiner Auferstehung, aber sie treffen auf alle Nachfolger Jesu zu. Und diese beiden Verheißungen wollen wir uns nun gemeinsam anschauen.

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