Vorweihnachtszeit heißt „Wartezeit“. Zumindest die Kinder unter uns würden das sicherlich unterschreiben. Manchmal scheint die Zeit geradezu „stillzustehen“. Wann ist denn endlich Weihnachten?
Erwachsene sehen das – naturgemäß – ganz anders. War gestern nicht gerade noch der 1. Advent? Wo ist die Zeit hin? Nur noch zwei Tage, dann ist schon Heiligabend. Warten müssen wir unserem Leben alle, aber die Wartezeit vergeht auch unterschiedlich schnell, zumindest kommt es uns so vor.
Gottes Wort zeigt uns, dass Gottes Volk schon immer ein Volk war, das wartete. Seit dem Sündenfall Adams und Evas im Garten Eden hat Gott sein Versprechen zu einem Versprechen für die Zukunft gemacht (1. Mose 3,15). Das gesamte Alte Testament ist auf einen Tag in der Zukunft ausgerichtet, auf den die Kinder Gottes warten müssen. Als Eva ihren ersten Sohn, Kain, in den Armen hielt, da hoffte sie, dass die Wartezeit vorüber sei: „Ich habe den Mann, den HERRN.“