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Sermons
7. Sonntag nach Trinitatis 2020 – Gott zeigt uns unseren Zustand und unsere Erlösung
Es gibt Dinge und Ereignisse, die wir zwar sehen, aber nicht begreifen können, es sei denn, sie werden uns erklärt. Was Blitz und Donner sind, warum wir atmen oder essen müssen – und viele weitere Dinge – das können wir erst dann richtig verstehen, wenn es uns jemand erklärt hat. Das Menschen ohne Luft ersticken, bzw. ohne Nahrung und Wasser elend umkommen, können wir sehen. Doch die Gründe dahinter, das Warum? und Wie? muss uns erst jemand erklären.
Ähnlich geht es uns auch mit Gottes Wort. Gottes Wort zieht den Vorhang zurück. Es erklärt uns Dinge, die wir allein nicht erkennen oder verstehen können. Auch die Plagen, die Gott über Ägypten brachte, fallen darunter. Hier zeigt uns Gott unseren Zustand und seine Lösung.
Mehr6. Sonntag nach Trinitatis 2020 – Gott stärkt seinen Boten und erweist seine Macht gegenüber Pharao
Gott hatte Mose und Aaron erst zu seinem Volk und dann zum Pharao geschickt, um sein Volk zu befreien. Doch anstatt eines schnellen Erfolgs erreichen seine Boten zunächst das genaue Gegenteil. Pharao bedrückt Gottes Volk noch mehr. Und die Israeliten wenden sich gegen Mose und Aaron.
Doch Gott sagt seine Hilfe weiter zu. Er will die Ausdauer seiner Boten, er will seine Kraft, Herrlichkeit gegenüber Pharao und seine Gnade für sein Volk beweisen. Wieder wendet Mose ein, dass er „unbeschnittene Lippen“ habe, dass er ein schlechter Redner sei. Und so stärkt Gott seinen zögerlichen Boten und fängt an, seine Macht gegenüber Pharao zu erweisen.
MehrTrinitatisfest – „Die heilige Dreieinigkeit“ – 2020: Die Gaben des dreieinigen Gottes.
Heute feiern wir das Trinitatisfest – das Fest der heiligen Dreieinigkeit. Dieses Fest fasst noch einmal die vorangegangenen drei großen Feste des Kirchenjahres zusammen: Weihnachten, Ostern und Pfingsten. An jedem dieser Feste haben wir unsere Aufmerksamkeit auf eine der drei Personen Gottes gerichtet: Zu Weihnachten auf den Vater, der uns seinen Sohn schenkt. Zu Ostern auf den Sohn, der uns erlöst und zu Pfingsten, auf den Heiligen Geist, der uns durch das Wort Gottes zum Glauben bringt, und damit in den Genuss dessen, was der Vater und der Sohn für uns getan hat.
Doch Gott lässt sich nicht teilen. Zwar reden wir von den drei Personen der Dreieinigkeit, aber es ist nur ein Gott. Dieser eine Gott schenkt uns Gaben. Daran will uns das Trinitatisfest, daran will uns auch unser Text mit dem sehr bekannten Schlussvers erkennen, dem Kanzelgruß oder auch dem apostolischen Segen, als Gegenüber zum aaronitischen Segen, den wir am Ende jedes Gottesdienstes hören. Hier spricht Paulus uns die Gaben des einen, des dreieinigen Gottes zu, an den wir glauben und den wir bekennen. Lasst uns heute gemeinsam von unserem Text zurufen: Seht die Gaben des dreieinigen Gottes!
1. Die Gnade des Sohnes.
2. Die Liebe des Vaters.
3. Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes.
MehrPfingstmontag – „Die Ausgießung des Heiligen Geistes“ – 2020: Von der Taufe und ihrem Segen
Wenn wir miteinander ins Gespräch kommen, persönlich, elektronisch oder per Brief, dann ist es wichtig darauf zu achten, dass mein Gegenüber mich richtig versteht. Sprache ist eine feine Sache, aber sie kann manchmal missverständlich sein. Das hat die unterschiedlichsten Gründe. Manche Worte und Redewendungen sind nicht eindeutig, es kommt auf den Zusammenhang an. Denken wir nur daran, dass wir mit ein- und demselben Wort das genaue Gegenteil ausdrücken können: Ich kann einen Fußgänger umfahren oder umfahren. Es ist also wichtig, welche Worte ich in welchem Zusammenhang wähle.
Außerdem ist es wichtig, dass ich deutlich mache, wen ich meine. Wie oft kommt es zu Problemen, weil ich gar nicht gemeint war, mich aber – aus welchen Gründen auch immer – angesprochen gefühlt habe. Das kann zu Missverständnissen führen. Dasselbe gilt auch für Armins Taufspruch. Um diese Worte richtig zu verstehen, müssen wir fragen: Wie sind diese Worte gemeint? An wen sind sie gerichtet? Wer sagt sie? Was bedeuten sie für uns?
MehrPfingstsonntag: „Die Ausgießung des Heiligen Geistes“ – 2020: Pfingsten im Licht des Alten Testaments
Heute feiern wir Pfingsten. Und vielleicht geht es euch ja wie wir, dass wir uns fragen: Warum Pfingsten? Nicht „warum“ wie in: Warum feiern wir Pfingsten? Sondern wie in: Warum hat Jesus den Heiligen Geist gerade an diesem Fest ausgegossen? Und, nachdem ihr den heutigen Predigttext gehört habt: Was hat dieser Text mit Pfingsten zu tun?
Auch wenn der Name „Pfingsten“ im Alten Testament so nicht auftaucht, so haben wir doch in unserem Text aus dem 3. Buch Mose die Einsetzung des alttestamentlichen Pfingstfestes vor uns. Pfingsten kommt ja aus dem Griechischen und bedeutet nichts weiter als „der fünfzigste Tag“. Fünfzig Tage nach Ostern gießt Jesus seinen Heiligen Geist über die Jünger aus. Und wir fragen uns, was bedeutet das für uns? Pfingsten im Licht des Alten Testaments.
Mehr6. Sonntag nach Ostern: Exaudi – „Herr, höre meine Stimme“ – 2020: Gott allein tut sein Werk und steht treu zu seinem Wort.
Was tun wir, wenn es eng wird? Wenn wir nicht mehr aus noch ein wissen? Wenn wir uns einsam und verlassen fühlen? Wenn wir spüren, wie die Verzweiflung in uns hochkriecht? Wir beten, vielleicht sogar mit den Worten des heutigen Eingangspsalms:
„Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe. Mein Herz hält dir vor dein Wort: ‚Ihr sollt mein Antlitz suchen.‘ Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz. Verbirg dein Antlitz nicht vor mir.“
Hier scheint uns diese Stimmung eines verzweifelten Christen gut wiedergegeben zu sein. Er bittet Gott, ihn zu hören, wenn er ihn anruft. Aber er scheint sich nicht sicher zu sein, ob Gott ihn wirklich hört. Deshalb hält er ihm seinen Befehl vor, dass er ja genau deswegen zu ihm kommt und ihn bittet. Er schließt mit den Worten, dass Gott sich nicht vor ihm verstecken möge.
Ist das nicht genau das, was wir als Kinder Gottes immer wieder erleben. Es gibt gute Zeiten, da läuft in unserem Leben alles mehr oder weniger glatt. Auch in Glaubensdingen haben wir durchaus das Gefühl zu wachsen, und im Leben immer wieder auch Dinge richtig zu machen. Doch dann bricht alles wie ein Kartenhaus um uns herum zusammen. Die guten Zeiten enden, wir oder ein lieber Mensch werden krank, Freunde wenden sich ab, auf Arbeit läuft es schlecht. Und dann – sozusagen als Krönung – scheint sich auch Gott vor uns zu verbergen. Wir haben das Gefühl, dass er unsere Gebete nicht mehr zu hören scheint, dass alles sich gegen uns wendet; ja, manchmal scheint Gott selbst der Feind zu sein.
Doch Gott tut sein Werk und steht treu zu seinem Wort.
MehrDer Tag der Himmelfahrt des Herrn 2020: Christus ist das Haupt, wir sind seine Glieder.
Es gibt Fragen, die sind wohl so alt wie die Menschheit selbst. Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Wo ist mein Platz in dieser Welt? Genauso alt ist die Art und Weise, in der Menschen mit diesen Fragen umgehen. Man kann sie ignorieren, sich eine eigene Antwort ausdenken oder man kann nach Antworten suchen.
Die Bibel, Gottes eigenes Wort, gibt uns diese Antworten. Denn sie erlaubt uns einen Blick hinter die Kulissen, zumindest an manchen Stellen. Wie sieht unsere Welt wirklich aus? Was geht hier vor sich? Wer bin ich? Wo stehe ich? Einige Antworten finden wir am heutigen Feiertag: „Christi Himmelfahrt“ oder „der Tag der Himmelfahrt des Herrn“. Christus fährt sichtbar auf zum Himmel.
Was bedeutet das für uns? Was sagt uns das über unser Leben, über unsere Beziehung zu Gott? Der Apostel Paulus gibt uns eine sehr tröstliche Antwort in unserem Text. …
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