6. Sonntag in der Passionszeit: Palmarum („Palmsonntag“) 2017

Jubelnde Menschenmassen säumen die Straße nach Jerusalem. Viele haben Palmenzweige in den Händen und schwenken sie zur Begrüßung. Einige haben ihre Obergewänder ausgezogen und damit die Straße belegt. Jetzt ist der Straßenbelag, der Staub und Dreck nicht mehr zu sehen. Von der anderen Seite kommt ein großer Menschenzug auf die Stadt zu. Auch sie haben Zweige in den Händen. Sie jubeln und singen:

„Hosianna, dem Sohn Davids, gelobt sei, der da kommt, im Namen des Herrn.“

Auf der mit Kleidern bedeckten Straße reitet ein Mann auf einem Esel. Ihm gilt der Jubel der Menge, der ganze Aufwand. Der Mann, wir haben es im heutigen Sonntagsevangelium gehört, ist unser Heiland Jesus Christus. Am Sonntag vor seinem Tod ist er öffentlich, wie ein König, in Jerusalem eingezogen. Der Jubel des Volkes schlägt ihm entgegen.

Was sich damals in Jerusalem ereignet hat, hatte Gott beinahe 500 Jahre vorher durch seinen Propheten vorhergesagt. Sacharjas Weissagung ist einzigartig. Sie erlaubt uns einen ganz anderen Blickwinkel auf die Ereignisse am Palmsonntag. Die Worte des Propheten aus dem Alten Testament wollen uns mit hineinnehmen in dieses Geschehen, uns anstecken mit dem Jubel und der Freude der Menschen damals.

Wir dürfen erkennen, dass die Passionszeit zwar Grund zur Trauer ist, wenn wir sehen, dass Jesus das alles um unsertwillen erduldet hat. Wir sind die Ursache seines Leidens und Sterbens. Aber wir dürfen uns noch viel mehr freuen. Diese Freude wollen wir heute gemeinsam finden. Sacharja ruft uns zu: Wir armen Sünder dürfen uns am Palmsonntag freuen, …

1. … weil unser König zu uns kommt.

2. … weil er uns Frieden schenkt.

3. … weil sein Blut uns reinmacht.

4. … weil er uns die Umkehr ermöglicht.

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