Sermons on “Zorn Gottes”

Buß- und Bettag 2017

Erinnern sie sich noch an den 11. September 2001? An die furchtbaren Bilder der einstürzenden Zwillingstürme in New York, an die tausende von Opfern? Erinnern sie sich noch an das Weihnachtsfest 2004, an den furchtbaren Tsunami, bei dem beinahe eine viertel Million Menschen ums Leben kamen? Es sind Augenblicke wie diese, die sich beinahe unauslöschlich ins Gedächtnis eingraben und die Fragen aufwerfen wie: Gibt es einen liebenden Gott? Mancher stellt sich aber auch die Frage: Vielleicht haben es diese Menschen ja verdient? Mancher bemüht dann auch vorschnell das Gericht Gottes und sagt, dass Gott diese Menschen gerichtet habe.

Der heutige Buß- und Bettag greift ein Thema auf, dass in unserer Zeit stark aus der Mode gekommen ist. Buße bedeutet ja, die eigene Sünde, die eigene Schuld erkennen, zu erkennen, dass ich als Mensch Gott für mein Leben Rechenschaft schuldig bin und im Glauben und Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit zu Gott zu kommen und ihn um Vergebung zu bitten. Darum geht es auch in unserem heutigen Predigttext. Jesus ruft auch uns zu: Wenn du nicht Buße tust, wirst auch du so umkommen.

1. Gottes zeitliche Gerichte zeigen seinen Zorn über sündige Menschen.

2. Gottes Barmherzigkeit macht ihn geduldig und sucht unsere Umkehr.

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Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr 2016

Was kommt am Ende unseres Lebens? Was geschieht am Ende dieser Welt? Die Antworten darauf fallen ganz unterschiedlich aus. Die einen meinen: Am Ende der Welt erlöschen die Sterne, in vielen Milliarden Jahren schrumpft unser Universum, nur um dann neu zu entstehen. Am Ende des Lebens steht der Tod und das war’s. Mit dem Tod ist alles aus. Diese Meinung ist heute die weitesten verbreitete, sogar viele Christen sehen es so.

Doch die Bibel zeigt uns, dass es am Ende des menschlichen Lebens – und am Ende dieser Welt – nicht einfach alles zu Ende ist. Am Ende steht Gottes Gericht. Gott wird die ganze Welt öffentlich nach seinem Wort und Willen richten. Die Bibel berichtet uns in vielen unterschiedlichen Büchern von diesem letzten Gericht. Vieler Bilder werden gebraucht, um uns eindringlich zu schildern, wie wichtig dieses Gericht auch für jeden von uns ist. Hier wird öffentlich verkündigt, wie unser ewiges Schicksal aussehen wird.

Die Entscheidung darüber, was Gott uns dann sagen wird, fällt aber hier, in diesem Leben. Leben wir hier mit Gott, dann werden wir auch dort für immer bei ihm sein. Der Prophet Daniel hat uns aufgeschrieben, was Gott ihm vor mehr als 2.500 Jahren dazu gezeigt hat. Die Vision, die er erhalten hat, dient uns zur Warnung und zum Trost. Sie zeigt uns Gott auf seinem Thron. Sie zeigt uns das letzte Gericht. Wir wollen das Bild aus unserem Text aufgreifen und folgende Überschrift über unsere Predigt stellen: Der Uralte setzt sich auf seinen Thron.

1. Er leuchtet in königlicher Pracht.

2. Er richtet mit königlicher Macht.

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22. Sonntag nach Trinitatis 2016

Es gibt immer wieder Dinge im Leben, die uns verblüffen. Wenn die Großeltern unter uns zusehen, wie die Enkelkinder heranwachsen, wie sie erst krabbeln, dann laufen, wie sie anfangen die ersten Worte zu sprechen. Auch andere Menschen können uns durch ihr Verhalten oder durch Dinge, die sie sagen, verblüffen, etwa unser Ehepartner, unsere Eltern, unsere Kinder.

Noch mehr aber sollte uns Gott verblüffen. Der ewi-ge, allmächtige und heilige Gott gibt sich mit sterblichen, sündigen Menschen ab, die nichts von ihm wissen wollen, aber ohne ihn rettungslos verloren sind. Unser heutiger Predigttext macht das deutlich. Er zeigt uns: Gottes verblüffende Gnade. Sie ist…

1. …gewährte Gnade.

2. …verworfene Gnade.

3. …aufrechterhaltene Gnade.

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