Sermons on “Offenbarung”

Reformationsfest 2018

Ein Mann erzählt: „Vor zwei Stunden saß ich im Kinderkrankenhaus im Büro des Arztes. Meine Tochter war wegen Nierenproblemen im Krankenhaus. Doch anstatt der guten Nachricht: ‚Wir kriegen das wieder hin! Ihre Tochter wird wieder ganz gesund.‘ lautete die Nachricht einfach nur: ‚Wir müssen die Niere entfernen! Das ist keine große Sache. So etwas kommt immer wieder vor. Wir entfernen sie einfach und dann ist alles wieder in Ordnung!‘

Und der Mann sagte: ‚Ich dachte mir: Wir sind hier beim Arzt! Ärzte sollen heilen, sollen gesund machen! Stimmt’s? Man geht zum Arzt und erwartet eine gute Nachricht. Wir operieren und dann ist alles wieder in Ordnung. Hr. Doktor, du sollst mir gute Nachrichten geben, du sollst nicht einfach Dinge entfernen! Gott hat sie mit zwei Nieren geschaffen. Sie sind kein Extra, sind nicht überzählig!‘“ Das war die gute Nachricht, die dieser Mann bekommen hatte, das Evangelium, das er zu hören bekam. Es gab nichts, was sich wieder in Ordnung bringen ließ, keine Heilung. Die Niere seiner Tochter wurde einfach rausgeschnitten. Alles war so endgültig, dauerhaft. Es gab keine Diskussion, sondern es hieß: „So wird es gemacht!“ Wir mögen solche Nachrichten nicht. Und damit sind wir bei unserem heutigen Predigttext angekommen.

Wieso? Nun das „Evangelium“, das der Apostel heute verkündigt, scheint nicht zu passen. Er bezeichnet es als „Evangelium“, aber was für eine Art Evangelium ist das? Es ist kein Evangelium, das gekommen ist, um die Dinge besser zu machen. Kein Evangelium, dass die Dinge verbessert. Eine Botschaft wird verkündigt, und die eine Gruppe von Menschen wird gerettet, während die andere Gruppe vollständig zerstört und abgeschnitten wird; sie wird von der Gegenwart Gottes weggenommen. Es gibt keine zweite Chance! Und das alles aufgrund eines Wortes, einer Botschaft. Das ist das Ende. Keine Diskussion mehr.

Und schauen wir, was für ein Ende unser Text beschreibt. Aus welchen Gründen auch immer, die Leute, die unsere Lesereihen zusammengestellt haben, gaben uns nur zwei Verse und das sind nahezu die schönsten Verse im ganzen Kapitel. Hier sehen wir drei Boten, nicht nur einer, wir haben drei Engel in unserem Text, von denen – zack, zack, zack – einer unmittelbar auf den anderen folgt. Die Aufgabe des ersten besteht einfach nur darin zu verkünden, dass das Ende, das Gericht gekommen ist:

Mehr

4. Sonntag nach Ostern: Kantate („Singt dem Herrn ein neues Lied“) 2016

Singen ist nicht jedermanns Sache. Viele Menschen wollen heute nicht mehr singen, sie lassen lieber singen. Wo man geht und steht laufen Menschen mit Kopfhörern herum oder lassen sich aus den Lautsprechern ihrer Handys mit Musik beschallen. Aber selber singen wollen die wenigsten Menschen selber.

Der heutige Sonntag Kantate ruft uns zum Singen auf. „Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder“ lautet der Eingangspsalm für den heutigen Sonntag. Vielleicht singen viele Menschen heute nicht mehr, weil sie keinen Grund dafür haben. Doch wir haben einen Grund. Wir wollen unserem Gott ein Lied singen, weil er uns so viele wunderbare Dinge gibt, Dinge, die uns niemand nehmen kann, Dinge die dauerhaften, unermesslichen Wert haben.

Im letzten Buch der Offenbarung finden wir sieben Brief an sieben altkirchliche Gemeinden. Dort redet Jesus selber zu diesen Christen und durch die Bibel auch zu uns. Er tröstet, ermahnt, tadelt und lobt seine Christen. Heute wollen wir gemeinsam über den Brief an die Gemeinde in Philadelphia nachdenken. Er zeigt uns vier Gaben, die uns Grund genug zum Singen geben. Singt unserm Herrn ein neues Lied, denn…

1. … er öffnet uns eine Tür.
2. … er schenkt uns Treue.
3. … er bewahrt uns in der Versuchung.
4. … er gibt uns die Krone des Lebens.

Mehr