Sermons on “Berufung”

2. Sonntag nach Ostern: Miserikordias Domini – „Die Güte des Herrn“ 2019

Unser auferstandener Herr erscheint einigen seiner Jün-ger am See Genezareth, in Galiläa, wie er es vorhergesagt hatte. Sie warteten dort auf ihn. Während der Wartezeit waren sie fischen gegangen, da die meisten von ihnen ja von Beruf Fischer waren. Nach einer erfolglos durchgearbeiteten Nacht verhilft ihnen Jesus zu einem großen Fang und zu einer warmen Morgenmahlzeit, die sie gemeinsam halten.

Danach wird es ernst. Jesus führt ein Gespräch mit Petrus, dem Jünger, der ihn verleugnet hatte. Das wollen wir heute gemeinsam betrachten. Wie geht es nach der Auferstehung Jesu weiter? Was kommt nach Ostern? Anhand der Unterhaltung zwischen Jesus und Petrus können wir sehen: Der auferstandene Heiland sorgt für die Seinen.

1. Für jedes einzelne Schaf.

2. Für die ganze Herde.

Hat Jesus nichts Besseres zu tun? könnte man fragen.

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15. Sonntag nach Trinitatis 2016

In einem Bibelquiz für Kinder wurde einmal folgende Frage gestellt: „Wer waren die ersten (und wohl auch merkwürdigsten Kellner) in der Bibel?“ Die Antwort sind die Raben aus unserer Geschichte, die den Propheten Elia im Auftrag Gottes „bedienten“. Unser heutiger Predigttext, ein Abschnitt aus den Berichten über den Propheten Elia, ist voller Wunder und phantastischer Geschichten. Wie gehen wir als Christen mit solchen biblischen Berichten um?

Gottes Volk lebt inzwischen seit mehreren Jahrhunderten im verheißenen Land. Aus den einzelnen Stämmen, die am Anfang von Gott direkt regiert wurden, war ein mächtiges Königreich unter David und Salomo geworden. Dann war dieses Reich, als Strafe für die Sünde der Könige und des Volkes, geteilt worden und für die meiste Zeit in der Bedeutungslosigkeit versunken. Immer mehr gottlose Könige führten das Volk und verführten sie durch ihr Vorbild dazu, von Gottes Wegen abzuweichen und falschen Göttern zu folgen.

Einer der schlimmsten war König Ahab im Nordreich Israel. Doch Gott gab sein Volk trotzdem nicht auf. Er sandte Propheten, bekannte und unbekannte, von denen Elia wohl der bekannteste ist. Um seinem Wort Nachdruck zu verleihen, hatte Elia im Auftrag Gottes eine mehr als dreijährige Dürre über das Land kommen lassen. Weil er es wagte, sich offen gegen den gottlosen Kurs seiner Regierung zu stellen, musste er sich vor dem Zorn der Königin verstecken. In dieser Zeit ereignen sich auch die zwei Begebenheiten, die in unserem Predigttext berichtet werden.

Gott versorgt uns in dieser Welt.

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1. Sonntag nach Trinitatis 2016

Mit dem heutigen Sonntag stehen wir am Anfang der zweiten Hälfte des Kirchenjahres. Sie wird als die „festlose“ Hälfte – zumindest im Vergleich mit den großen Festen der ersten Hälfte – bezeichnet. Man nennt sie aber auch das Halbjahr der „Kirche“, nach dem Halbjahr des „Herrn“. Wir richten den Blick von dem, was Gott für uns getan hat, darauf für wen und wozu er es getan hat.

Daher wollen wir in den kommenden Wochen den Blick auf die Heilsgeschichte richten. Wie hat Gott unsere Rettung von Anfang an geplant? Welchen Weg ist er gegangen. Unser Glaube ruht nämlich auf Geschichte. Das Alte Testament verfolgt über Jahrtausende hinweg den Weg, den Gott gegangen ist, so dass am Ende sein Sohn Mensch werden und uns erlösen konnte. Und im Leben der alttestamentlichen Gläubigen finden wir unser eigenes Leben wieder, können sehen und lernen, wie Gott mit Menschen umgeht, dürfen uns trösten und stärken lassen.

„Der HERR sprach zu Abram.“ Mit diesen einfachen Worten beginnt der Geschichte über das Leben Abrams, dessen Namen Gott später zu Abraham verändern würde. Mose widmete dem Leben dieses Mannes mehr als ein Dutzend Kapitel (genauer, der letzten Hälfte des Lebens dieses Mannes). Lasst uns heute gemeinsam betrachten: Wie Gott Abram berief, so beruft er uns.

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Pfingstmontag: „Ausgießung des Heiligen Geistes“ 2016

Das Pfingstfest markiert das Ende der ersten Hälfte des Kirchenjahrs. Mit dem Pfingstfest endet die sogenannte festliche Hälfte oder das Halbjahr des Herrn. Wir haben seit der Adventszeit die großen Heilstaten Gottes wieder gefeiert und uns daran erfreut und uns dadurch trösten lassen. Der heutige Predigttext ist eine Art Zusammenfassung. Er schaut zurück auf das vergangene halbe Jahre und fasst zusammen, was wir dort gesehen haben. Zugleich steht er an der Spitze der zweiten Jahreshälfte, dem Halbjahr der Kirche. Dort betrachten wir die Auswirkungen von Gottes Gnade auf unser Leben. Sein Werk ist Voraussetzung und Motor für unser Leben.

Wenn wir diesen Text aufmerksam lesen, fällt auf, dass Paulus dreimal in unserem Text zum Lob Gottes aufruft. Er zeigt, dass alles, was der dreieinige Gott für unsere Erlösung getan hat, dazu gedacht ist, dass seine Herrlichkeit gelobt wird. Darum wollen wir den Anfang eines Stückes aus unserer Liturgie als Thema über diesen Text stellen und heute gemeinsam betrachten, warum wir, in der Mitte des Kirchenjahres, alle Grund haben, Gott zu loben: Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr‘!

1. Denn der Vater hat uns erwählt.
2. Denn der Sohn hat uns erlöst.
3. Denn der Heilige Geist hat uns versiegelt.

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6. Sonntag nach Ostern: Exaudi („Höre, Herr, meine Stimme“) 2016

Heute feiern wir gemeinsam den Sonntag Exaudi, nach dem Eingangspsalm: „Höre, Herr, meine Stimme, wenn ich rufe.“ äußern wir die Bitte, dass Gott uns nicht allein lässt, dass er bei uns bleibt, dass er mit uns redet. Jesus hat seinen Jüngern, vor seinem Tod als auch in den vierzig Tagen nach Ostern immer wieder Mut gemacht. Er wird ihnen den Heiligen Geist, den Tröster senden. Er wird ihnen Mut geben, Kraft verleihen, Trost schenken, sie zu Zeugen machen.

Der heutige Sonntag ist der letzte Sonntag in der Osterzeit, der Sonntag der schon ganz auf das Pfingstfest ausgerichtet ist. Gott hat uns seinen Geist auch heute zugesagt und geschenkt. Er hat versprochen, dass er uns nicht allein lassen wird. Der Apostel Paulus greift diesen Gedanken in unserem Predigttext auf und macht uns deutlich, dass Gott auch jeden von uns nicht allein lässt: Gott will uns trösten, wie er uns versprochen hat, denn wir sind…

1. durch seinen Geist vertreten.
2. durch seine Gnade erwählt.
3. durch sein Evangelium berufen.

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