Sermons on “Geburt”

Sonntag nach dem Christfest 2019: Die Geburt des verheißenen Sohnes ist Grund zum Lachen: Isaak und Jesus.

Was ist das Schwierigste an Weihnachten? Kommt darauf an, wen man fragt. Viele Erwachsene werden mit sicherlich zustimmen, dass der Stress, die Frage, wann all die Vorbereitungen: Essen, Geschenke, Planung usw. erledigt werden sollen, ohne dass am Ende das Familienleben auf der Strecke bleibt.

Doch für Kinder ist diese Frage leichter zu beantworten. Was ist das Schwierigste an Weihnachten, bzw. an der Zeit vor Weihnachten? Das Warten. Es sind 24 ganze Tag, die es irgendwie zu überleben gilt, bis es endlich Weihnachten ist, bis die Geschenke endlich ausgepackt werden dürfen.

Das haben auch die beiden Biblischen Geschichten, die beiden Geburten gemeinsam, die wir heute gemeinsam betrachten sollen. Auch wenn unser Predigttext über die Geburt Isaaks auf den ersten Blick nur wenig bis gar nichts mit Weihnachten zu tun hat, so finden wir doch bei genauerem Hinsehen viele Gemeinsamkeiten. Lasst uns miteinander betrachten: Die Geburt des verheißenen Sohnes ist Grund zum Lachen: Isaak und Jesus.

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2. Christtag 2019: Geboren, um zu sterben.

Wahrscheinlich gibt es kein Ereignis im Leben eines Menschen, das größere Freude hervorruft und verbreitet als die Geburt eines Kindes. Wie oft haben wir es selbst erlebt oder die folgenden Szenen auf unseren Bildschirmen verfolgt?

Da ist die junge Mutter mitten in der der Geburt. Sie liegt im Kreißsaal, Schweiß steht ihr auf der Stirn, der Atem geht schwerer. Die Wehen kommen in immer kürzeren Abständen. Dabei ist noch die Hebamme, die alles im Blick hält und der werdenden Mutter Mut macht: „Noch einmal kräftig pressen!“ Außer der Hebamme ist noch der werdende Vater anwesend, dessen Hand sie umklammert hält. Aufgeregt steht er daneben und wartet auf das langersehnte Ereignis.

Und dann ist es endlich soweit. Erst ist ein kleines Köpfchen zu sehen und mit der nächsten Wehe erblickt ein kleines Menschenkind das Licht der Welt. Der stolze Vater darf die Nabelschnur durchtrennen.

Und schließlich ist der erste Schrei des Neugeborenen zu hören. Das kleine Baby wird in Mamas zitternde Arme gelegt. Tränen der Freude fließen über ihre Wangen und feiern dieses erstaunliche, göttliche Geschenk eines neuen menschlichen Lebens. Und Papa, Papa schnappt sich sein Telefon und verbreitet die Geburt des Babys mit einem Fingerdruck in der ganzen Welt. Das Leben, ein neues Leben, ist es wert, gefeiert zu werden und Eltern können gar nicht anders, sie müssen ihre Freude mit anderen teilen.
Darüber wollen wir heute auch nachdenken, und über diesen Text schreiben. Die Freude über die Geburt unseres Retters.

1. Unser Retter wurde geboren.

2. Unser Retter wurde geboren, um zu sterben.

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1. Christtag 2019: Die Herberge und die Krippe

„Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind, auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind“, so lautet eins der bekannteren deutschen Weihnachtslieder. „Alle Jahre wieder“ macht uns dabei auch eins deutlich: jedes Jahr zu Weihnachten wiederholen sich Dinge: eine mehr oder wenige hektische Adventszeit, die oft genug schon als Weihnachtszeit begangen wird, der Baum, das Weihnachtsessen, die Geschenke. In vielen Familien gibt es viele – schöne und liebgewonnene Weihnachtstraditionen – die sich seit Jahrzehnten genauso wiederholen und zum Fest einfach dazugehören. Ohne sie wäre Weihnachten für viele kein Weihnachten.

Das trifft auch auf den Bibeltext zu, den wir vorhin gerade noch einmal gehört haben. Ganz gleich ob im Weihnachtsoratorium, in einer Weihnachtsgala oder im Krippenspiel der Kinder, dieser Text ist der Weihnachtstext schlechthin, denn er berichtet ja von der Geburt des Christkindes, dem wir dieses Fest verdanken. Ohne Jesus, ohne den Bericht über seine Geburt, den Lukas uns aufgeschrieben hat, gäbe es kein Christfest, wäre es nicht Weihnachten.

Ihr wisst natürlich auch, worin die Gefahr altvertrauter Worte liegt, selbst wenn sie zum Fest dazugehören. Es ist die große Gefahr, dass wir auf Autopiloten schalten, denn schließlich wissen wir ganz genau, was kommt. Wenn es also, alle Jahre wieder, heißt: „Es begab sich aber zu der Zeit…“, dann wissen wir was kommt und die Versuchung ist, dass wir nicht mehr richtig zuhören. Deshalb wollen wir heute zwei wenig beachtete Worte aus der Weihnachtsgeschichte herausgreifen und uns von ihnen an die Hand nehmen lassen, um die Freude und den Trost der Weihnachtsgeschichte neu zeigen zu lassen: Die Herberge und die Krippe erfreuen und trösten uns.

1. Die Herberge und die Weihnachtsfreude.

2. Die Krippe und der Weihnachtstrost.

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1. Christtag 2018

Wahrscheinlich gibt es kein Ereignis im Leben eines Menschen, das größere Freude verbreitet als die Geburt eines Kindes. Wie oft haben wir es selbst erlebt oder folgende Szene auf unseren Bildschirmen verfolgt? Eine junge Mutter bei der Geburt und die Hebamme macht ihr Mut: „Noch einmal kräftig pressen!“ Ein aufgeregter/ besorgter/ verängstigter Vater steht daneben und erwartete das langersehnte Ereignis.

Und dann passiert es. Wir hören den ersten Schrei des Neugeborenen und das kleine Baby wird in Mamas zitternde Arme gelegt. Tränen der Freude fließen über ihre Wangen und feiert dieses erstaunliche, göttliche Geschenk des neuen Lebens. Papa schnappt sich sein Telefon und verbreitet die Geburt des Babys mit einem Fingerdruck in der ganzen Welt. Das Leben, ein neues Leben, ist es wert, gefeiert zu werden und Eltern können gar nicht anders, sie müssen ihre Freude mit anderen teilen.

Doch so groß die Freude über die Geburt eines Kindes auch ist, mal ehrlich, welcher Geburtstag wird nach mehr als 2.000 Jahren immer noch gefeiert? Bei uns Menschen ist das eher selten der Fall. Gelegentlich wird nach ein paar hundert Jahren noch an Jahrestage gedacht: diese Tage ist z. B. das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ 200 Jahre alt geworden; Karl Marx hat in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag gefeiert, aber sonst? Wer denkt noch an Geburtstage von Personen, die seit vielen Jahrhunderten, wenn nicht sogar Jahrtausenden nicht mehr bei uns sind? Bei Lieder, Ereignissen oder auch Institutionen (Staaten z. B.) kommt das vor, aber bei einzelnen Menschen?

Umso mehr stellt sich die Frage, was an Weihnachten, am Christfest, dem Tag der Geburt Jesu Christi so besonders, so einmalig ist, dass er bis heute in der ganzen Christenheit gefeiert wird. Das Weihnachtsevangelium, das wir gestern und heute gehört haben, der Bericht des Evangelisten Lukas richtet unseren Blick dabei vor allem darauf, wie Gottes Zusagen erfüllt werden. Der lange verheißene Retter, der Nachkomme Evas, Abrahams, Jakobs, Judas und Davids wurde in Bethlehem geboren. Der Evangelist Johannes richtet seinen Blick sozusagen auf die andere Seite des Weihnachtsfestes, das, was unseren menschlichen Blicken verborgen bleibt, was wir nur mit den Augen des Glaubens erkennen können. Er schaut in der Kraft des Heiligen Geistes auf das, was uns staunen lässt, was uns anbetend, lobend, preisend, singend und fröhlich auch nach über 2.000 Jahren Weihnachten feiern lässt. Gott kommt für uns in diese Welt.

1. Er kommt als einer von uns.

2. Er kommt für uns, damit wir seine Kinder werden.

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2. Christtag 2017

Weihnachten ist ein weltweites Fest geworden. In den Nachrichten waren Menschen aus aller Herren Länder zu sehen, die Weihnachten feierten: mit Weihnachtsbaum, Weihnachtsmann und Weihnachtsgeschenken. Chinesen und Inder mit roten Mützen, die fröhlich winken. Auch wenn viele von ihnen mit dem eigentlichen Inhalt dieses Festes nichts anzufangen wissen, lassen sie sich doch die Gelegenheit zu fröhlichem Feiern nicht entgehen.

Ja, Weihnachten ist ein fröhliches, weltweites Fest. Als Christen wissen wir, dass Weihnachten für die ganze Welt geschehen ist. Jesus sagt: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab…“ Und gestern haben wir in der Epistel gehört:

Tit 2,11: „Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen.“

Paulus redet in unserem heutigen Text davon, dass „er uns selig machte“ oder dass „wir gerettet wurden“ – „Christ der Retter ist da“ singen wir. Weihnachten ist keine entbehrliche Zutat, sondern notwendig, etwas, das unsere Not wendet. Die Offenbarung der Güte Gottes ist aber nicht nur eine Wende für die Menschheit als Ganzes, also alle Menschen, sondern auch für jeden Einzelnen. So sehr Weihnachten ein weltweites Fest ist, weil Christus für alle Menschen geboren wurde, so sehr ist es ein Fest für jeden Einzelnen. Weihnachten ist ein Fest für dich, denn Christus ist für dich geboren. Lasst uns heute gemeinsam betrachten: Freut euch zu Weihnachten über eine besondere Geburt.

1. Über die Geburt Jesu in Bethlehem.

2. Über unsere Wiedergeburt in der Taufe.

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Heiligabend 2017

Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch daran, mancher von den Jüngeren hat es vielleicht gerade hinter sich, so wie wir, und die Jüngsten werden es, so Gott will, eines Tages erleben. Wenn ein Kind geboren wird, besteht eine der schönsten, aber nicht unbedingt leichtesten, Aufgaben darin, einen Namen für den neuen Erdenbürger auszusu-chen. Dabei gibt es viele Dinge zu bedenken, auf die wir heute nicht eingehen wollen. Doch der Grund dafür ist bei den meisten Eltern derselbe. Die Namenswahl für ein neugeborenes Baby ist deshalb so wichtig, weil diesen Namen schließlich ein Leben lang tragen wird.

Nun kann es immer wieder vorkommen, dass Eltern mit ihrer Namenswahl die Persönlichkeit ihres Kindes nicht gut getroffen haben: Johann Sebastian ist nicht musikalisch oder Friedrich ist ein arger Wüterich. Doch morgen wird in Kirchen auf der ganzen Welt an eine weit wichtigere Namenswahl gedacht werden, die Gott schon 700 Jahre vor der eigentlichen Geburt durch seinen Propheten ange-kündigt hat:

„Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.“

Wenn es einen Namen gibt, der voller Bedeutung steckt, wenn es einen Namen gibt, dessen Bedeutung ins Schwarze trifft, dann ist dieser. „Immanuel“ kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Gott ist mit uns“. Das Kind, das Maria in ihrem Leib trug, der kleine Junge, dessen Geburt wir morgen feiern wollen, ist Gott selber. Ist das nicht der Grund, aus dem wir Weihnachten feiern – die Tatsache, dass Gott, der heilige und allmächtige Schöpfer, inmitten einer sündigen Menschheit wohnte und lebte? Gott wohnt unter uns.

1. Hilfe ist zur Hand.

2. Mit einem Auge auf das Kreuz schauen.

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