Sermons on “Neues Leben”

Ostersonntag – Die Auferstehung des Herrn – 2021: Die Osterfreude der Christen.

„Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich.“ Wenn wir das hören, spitzen wir die Ohren. Denn oft genug, wird dieser Ausdruck gebaucht, wenn die schlechten Nachrichten wirklich schlecht sind und die weniger guten als Zuckerguss auf der bitteren Pille dienen sollen. Wir leben in „interessanten“ Zeiten, wie wir es uns noch vor zwei Jahren nicht hätten vorstellen können, gute Nachrichten sind sehr viel seltener geworden.

Trotzdem haben wir doch immer wieder auch Gelegenheit, uns zu freuen. Ein Mensch stirbt, das ist auch bei uns Christen Grund zur Trauer. Wie groß ist dagegen die Freude, wenn ein Kind geboren wird. Einer wird krank, ein anderer wird nach längerer Krankheit wieder gesund. Irgendwo auf unserer Welt braut sich gerade wieder ein Krieg zusammen, aber es gibt immer wieder auch Kriege, die enden, wo Friede einzieht.

Doch der heutige Festtag bietet uns den größten Grund zur Freude: „Christus lebt. Er ist wirklich auf-erstanden. Unser Herr, der am Karfreitag für uns so furchtbare Qualen litt und starb, lebt wieder. Das ist die große Freude aller Christen zu Ostern. Doch die-se Freude soll nicht nur heute, an diesem Feiertag, unser Leben bestimmen. Wir wollen und können je-den Tag Ostern feiern. Unser Text zeigt uns: Die tägliche Osterfreude der Christen.

1. Wir haben das Osterlamm Christus.

2. Wir schaffen den alten Sauerteig hinaus.

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Karfreitag: Die Kreuzigung des Herrn 2021 – Golgatha.

Immer wieder ermöglich uns die Heilige Schrift einen Blick hinter die Kulissen. Wir erkennen, dass die Welt, in der wir leben; die Welt, wie wir sie wahrnehmen, nicht die einzige Welt ist. Vor unseren Augen verborgen, geschehen Dinge, die wir erst dann erkennen oder bemerken, wenn wir darauf hingewiesen werden.

Eines dieser Dinge ist die Tatsache, dass der Tod nicht zum Leben dazugehört, sondern ein Eindringling, ein Feind ist. Es ist die Tatsache, dass wir auf einem riesigen Massengrab leben, das wir als Planet Erde kennen. Es ist ein „offensichtliches“ Geheimnis. Natürlich wissen wir, dass irgendwann jeder Mensch sterben wird und muss. Jeder von uns hat schließlich schon am Grab lieber Menschen gestanden. Doch was wir Menschen von allein nicht wissen können oder wollen ist, dass der Tod nicht zum Leben dazugehört. Er ist ein Eindringling. Ein Feind.

Schauen wir uns einmal auf diesem Friedhof um, den wir Erde nennen. Da sehen wir einen Grabstein. Wenn wir näher herangehen, können wir erkennen, dass die Oberfläche verwittert ist, weil sie jahrtausendelang den Elementen ausgesetzt war. Regen, Wind und Wetter haben den Stein ausgewaschen. Man kann die Schriftzüge auf diesem Stein mehr erahnen als erkennen. Aber sehen wir genau hin. Da ist immer noch ein Name, kaum lesbar, in den Granit gemeißelt zu erkennen. Kannst du es erkennen? Kannst du lesen, was da steht? Ja, das ist richtig. Da steht nur ein einziger Name: Adam.

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Fest der Beschneidung des Herrn 2021 – Neujahr und der Name Jesus

Es gibt Zeiten, in denen unser weltlicher Kalender und unser Kirchenjahr miteinander in Konflikt geraten. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist der 31. Oktober. Sollten wir diesen Tag als den Vorabend von Allerheiligen feiern (ein wichtiger Feiertag in einigen Teilen der Welt) und als den Tag, an dem Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen hat?

Das eine denkt an die Menschen zurück, die Gott im Glauben erhalten hat, bis sie die Seligkeit erreicht haben. Der Thesenanschlag ist ebenfalls Anlass zu danken, Dank dafür, dass Gott uns immer wieder das reine Evangelium schenkt, die frohe Botschaft von unserer Rettung. Oder sollten wir diesen Tag doch lieber als Halloween feiern, mit all den Kostümen und Süßigkeiten, die dieser Tag mit sich bringt? Natürlich sind die beiden miteinander verbunden.

Es gibt auch andere Daten im Kalender, wo der weltliche und der geistliche Bereich miteinander kollidieren, und, wenn wir etwas genauer hinschauen, werden wir erkennen, dass auch sie miteinander verbunden sind. Zu diesen Daten gehört auf jeden Fall der 1. Januar. Hier lässt sich sowohl der Beginn eines neuen Kalenderjahres als auch ein kleines, wenig bekanntes Fest feiern, dass den etwas sperrigen Namen „Fest der Beschneidung und Namensgebung Jesu“ trägt.

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Ewigkeitssonntag 2020 – Unser Ziel ist die ewige neue Welt Gottes.

Eine der grundlegenden Fragen ist die Frage nach dem Sinn des Lebens. „Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?“ In unserer Zeit kann man sich oft des Eindrucks nicht erwehren, dass die Menschen sich nur noch wenig um solche Fragen kümmern. Wir leben im Augenblick. Es geht darum, die Bedürfnisse des Augenblicks zu befriedigen.

Warum mit dem neuen Fernseher, dem neuen Auto, der neuen Küche warten, wenn ich sie sofort haben kann und sogar erst in einem Jahr anfangen muss abzuzahlen? Warum sich um andere Menschen kümmern, wir sind doch nur Zufallsprodukte, zufällig schlau gewordene Affen? Dieser Gedanke aus der modernen Evolutionslehre spiegelt sich dann auch im täglichen Miteinander wider. Was bedeutet mir das Recht des Anderen, sein Eigentum, sein Wohlergehen? Hier gilt das Recht des Stärkeren.

Auch im Hinblick auf das Ende des Lebens findet man zwei Richtungen. Die einen greifen ein Wort aus der Bibel auf, ohne zu wissen, dass es dort steht (1. Kor 15,32):

„Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.“

Heute will ich mein Leben genießen, denn ich weiß doch sowieso nicht, was morgen kommt. Oder man sieht den Tod als den großen Erlöser, der uns von der Sinnlosigkeit, der Einsamkeit oder den Schmerzen dieses Lebens befreit. Das Traurige daran ist, dass den meisten Menschen überhaupt nicht bewusst wird, wie dumm ein solches Verhalten ist. Denn nach dem Tod geht es weiter, ja, das eigentliche Leben beginnt erst dann.

Und der Tod ist ganz gewiss kein Freund, sondern der letzte große Feind, der erst am Jüngsten Tag endgültig besiegt werden wird. Für uns als Christen besteht die Gefahr darin, dass wir das Verhalten unserer Umwelt übernehmen, oder uns zumindest davon bestimmen und mitreißen lassen und beeinflussen lassen.

Viele Menschen gehen heute ziellos durchs Leben. Hauptsache jetzt geht es mir gut, wohin die Reise geht, ist doch egal. Sie treiben von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr, bis das Ende erreicht ist und erwarten doch, ans richtige Ziel zu kommen. Ein Beispiel kann zeigen, wie dumm ein solches Verhalten ist.

Niemand von uns würde ernsthaft auf die Idee kommen, ein Päckchen mit der Post zu verschicken, auf dem die Adresse des Empfängers nicht klar und deutlich lesbar vermerkt ist oder sogar ganz fehlt, und ernsthaft erwarten, dass es sein Ziel erreicht. – Wohin geht die Reise? Am heutigen Ewigkeitssonntag, der dieses Ziel unserer Lebensreise im Blick hat, wollen wir gemeinsam bedenken: Unser Ziel ist die ewige neue Welt Gottes.

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1. Sonntag nach Ostern 2018: Quasimodogeniti – Wie die neugeborenen Kinder

Zu Ostern feiern die Auferstehung Jesu von den Toten. Doch es ist wichtig, dass wir Auferstehung nicht mit wieder lebendig machen verwechseln. Jesus hat nach seiner Auferstehung nicht so mit seinen Jüngern gelebt, wie vorher. Nein, schon die Tatsache, dass er ihnen während der 40 Tage nach Ostern immer nur erschienen ist, macht deutlich, dass sich für ihn alles verändert hat. Auferstehung bedeutet ein neues Leben, ein Auferstehungsleben. Es ist z. B. ein Leben, über das der Tod keine Macht mehr hat. Die Bibel redet auch von der neuen Schöpfung, die mit Ostern angefangen hat.

Dieses neue Leben haben auch wir. Der heutige Sonntag macht es uns mit seinem Namen deutlich: Quasimodogeniti: „Wie die neugeborenen Kinder“. Wir sind wie neugeborene Kinder, denn wir haben ein neues Leben, im Glauben an Jesus, im Glauben an sein Werk, seinen Tod, seine Auferstehung. Die Tür zu diesem neuen, zum ewigen Leben ist unsere Taufe. D. h. wir haben das ewige Leben schon. Das Auferstehungsleben hat schon in uns angefangen. Die Frage ist: Wie sieht es aus?

Dazu nutzt die Bibel verschiedene Bilder und Vergleiche. Einen davon finden wir in unserem Text. Doch zuerst eine Frage: Wofür ist Alexander der Große bekannt? Innerhalb weniger Jahre hatte dieser junge Mann die gesamte damals bekannte Welt erobert, von Makedonien ausgehend Griechenland, bis Indien und Ägypten. Er war der erste in der westlichen Welt bekannte Welteroberer und Weltüberwinder. Vor und nach ihm gab es viele andere, die versucht haben, dieses Ziel zu erreichen. Aber es ist bis heute keinem gelungen. Kein Mensch hat jemals die ganze Welt überwunden und erobert.

Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Was hat das mit uns zu tun? Nun, im Auferstehungsleben, in der neuen Schöpfung, zu der wir schon gehören, in der wir anfangen zu leben, sind wir Welteroberer, Weltüberwinder, wie Johannes in seinem Brief schreibt. Wir sind Weltüberwinder. Von Johannes wollen wir es uns zeigen lassen, und im Osterglauben und in der Osterfreude gestärkt werden.

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Altjahresabend 2016

Eine alte Geschichte aus Indien erzählt von einer Maus, die in großer und ständiger Angst vor der Katze lebte. Ein Zauberer hatte Erbarmen mit der ängstlichen Maus und verwandelte sie in eine Katze. Aber nun hatte die Katze ständig Angst vor dem Hund. Also verwandelte sie der Zauberer in einen großen Hund. Doch jetzt, als Hund, fürchtete sie den Panther. Und der Zauberer verwandelte sie in einen schwarzen Panther. Doch da hatte sie solche Angst vor dem Jäger.

Nun endlich gab der Zauberer auf, verwandelte sie wieder in eine Maus und sagte: „Dir wird keine äußerliche Verwandlung helfen, denn du hast immer das Herz einer Maus!“ Wer immer wir auch sind, was immer wir auch tun, wir bleiben im Herzen immer dieselben Menschen. Es sei denn, wir könnten innen verwandelt und mit einem neuen Herzen beschenkt werden. (nach Axel Kühner, „Zuversicht für jeden Tag“, 14.2. S. 42).

In gewisser Weise ähneln wir dieser Maus aus dem Märchen, nämlich in unserer Beziehung zu Gott. Die Jahreslosung für das neue Jahr 2017 zeichnet ein Vorher-Nachher-Bild. Sie zeigt uns ein altes und ein neues Leben, ein Leben vor und nach der Begegnung mit Gott. Lasst uns heute gemeinsam betrachten: Gott macht alles neu.

1. Er ist der Einzige, der es kann.

2. Er fängt jetzt damit an und will es herrlich vollenden.

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